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Krebs-Selbsthilfegruppe Gadebusch : Das Leben steht im Mittelpunkt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Selbsthilfegruppe „Leben mit Krebs“ feiert ihr 20-jähriges Bestehen – zwei der Gründungsmitglieder sind noch mit dabei

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Vor 20 Jahren, am 23. Januar 1997, beschlossen fünf Frauen der Münzstadt, die an Krebs erkrankt waren, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Daran erinnerte am gestrigen Tage die jetzige Frontfrau der Gruppe, Elke Burmeister, bei der Feierstunde. Und daran, dass zwei von ihnen noch mit dabei sind.

Eine von denen, die damals die Initiative ergriffen haben, ist Ingeborg Böttcher. „Wir haben uns gesagt, warum soll man diese Krankheit alleine durchstehen, sich verkriechen und mit dem Schicksal hadern“, erinnert sich das Gründungsmitglied. Sie gründeten die Selbsthilfegruppe „Leben mit Krebs“ und verkündeten das in der Zeitung und durch Aushänge in der Stadt, um weitere Mitstreiter zu finden. „Dabei war die Krankheit eigentlich nie ein Thema bei unseren Treffen. Es ging vielmehr ums Leben und gemeinsame Erleben“, so die Rentnerin.

Das ist bis heute so geblieben: Einmal im Monat treffen sich die aktuell 15 Mitglieder, 14 davon sind Frauen, zu gemeinsamen Nachmittagen und Unternehmungen. „Wir freuen uns immer über neue Mitglieder, gern auch über Männer“, erklärt Elke Burmeister, die seit einiger Zeit die Geschicke der Gruppe lenkt. Dabei brauche niemand Angst zu haben, dass er über seine Krankheit reden muss. Das sei jedem freigestellt, so Burmeister. „Und außerdem bleibt alles, was hier in der Gruppe besprochen wird, auch in der Gruppe und dringt nicht nach draußen“, fügt sie hinzu.

Dass die Selbsthilfegruppe im DRK-Gebäude in der Erich-Weinert-Straße kostenlos einen Raum zur Verfügung hat, ist eine der Grundvoraussetzungen, dass diese Gemeinschaft überhaupt existieren kann. Dafür sind die Mitglieder dem Deutschen Roten Kreuz sehr dankbar. „Dadurch konnten wir uns schon einige Gesprächspartner einladen, Ärzte, Anwälte, Präventionsberater, die uns beraten konnten“, berichtet Burmeister.

Bürgermeister Ulrich Howest ist froh, solch eine Gruppe in der Stadt zu haben. „Wir unterstützen sie im Rahmen unserer Möglichkeiten über die Vereinsförderung“, sagt das Stadtoberhaupt. Am Geburtstag überreichte er einen Scheck über 100 Euro – außer der Reihe.

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