Gadebusch : Das Herz im Blick

Gibt einen Blick auf Herzgesundheit: Kardiologe Dr. Henrik Schneider.
Gibt einen Blick auf Herzgesundheit: Kardiologe Dr. Henrik Schneider.

Beim Männerbrunch berichtet Kardiologe Dr. Henrik Schneider über Gefahren und Vorbeugemaßnahmen.

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03. Juni 2019, 05:00 Uhr

Es ist das wohl wichtigste Organ des Menschen: das Herz. Denn ohne das geht nichts. Dass es in der heutigen Zeit auf das sträflichste vernachlässigt wird, das zeigt Dr. Henrik Schneider, Chefarzt der Kardiologie im Sana Klinikum Wismar beim Männerbrunch auf. „Schlechte Ernährung, wenige Bewegung, Stress – als Folge Übergewicht, Herzinfarkte, Schlaganfälle. Das ist die Krux in diesen Tagen“, so der Kardiologe. Er nennt es „Luxuskrankheiten“ – und es gibt sie weltweit. „Während früher der Hunger noch immer ein Grund war, warum weltweit viele Menschen gestorben sind, hat sich das nun ins Gegenteil geändert. Die Menschen essen und sie essen viel.“ Zu viel zuweilen. Jeden Tag Fleisch, zum Durstlöschen zuckerhaltige Getränke und helles Brot. Für den Moment mag das alles in Ordnung sein, das Problem sei aber, dass die Menschen nur im Jetzt leben. „Wir müssen heute entscheiden, wie wir in zehn Jahren leben wollen“, sagt der 55-Jährige.

Ein weiteres Problem sieht der Arzt in der Mentalität gegenüber dem deutschen Gesundheitssystems. „Unsere Praxis ist auf Intervention ausgelegt. Das heißt, dass wir bei Krankheit handeln. Wir sollten aber mehr vorbeugende Maßnahmen treffen.“ Und dabei sei nicht der Arzt der ausschlaggebende Punkt, sondern jeder Mensch für sich. „Ernähren Sie sich besser, setzten Sie Gemüse in den Ernährungsmittelpunkt statt Fleisch, bewegen Sie sich mit Spaß“, rat der Arzt allen Anwesenden. Mindestens drei Tage für eine halbe Stunden bewirken Wunder. Auch den Stresslevel mit zum Beispiel autogenem Training zu senken, ist langfristig gesundheitsfördernd.

Positiv bewertet der Mediziner, dass immer weniger Leute rauchen. „Das ist ein guter Trend. Allerdings nimmt die Zahl derer, die an Diabetis leiden zu – und mittlerweile sind bereits viele Kinder zu dick.“

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