Entwurf : Das gläserne Tor von Rehna

Das Klosterareal Rehna könnte zwischen der Besucherinfo und Kreuzgang eine Empfangshalle erhalten.
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Das Klosterareal Rehna könnte zwischen der Besucherinfo und Kreuzgang eine Empfangshalle erhalten.

Stadtgremien diskutieren den Bau einer Empfangshalle zwischen Amt und Kloster. Eigentümerfragen ungeklärt

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07. März 2015, 00:01 Uhr

Backstein, Glas und mehr Kultur – genau das könnte sich hinter den Plänen für eine gläserne städtische Empfangshalle am Kloster Rehna entwickeln. Erste Ideen für solch ein Projekt liegen auf dem Tisch. Der Kultur- und der Bauausschuss der Stadtvertretung von Rehna haben sich bereits mit diesem ehrgeizigen Bauvorhaben auseinander gesetzt. „Ein gutes Projekt, mit dem wir das historische Zentrum beleben können“, sagt Marco Weber, Vorsitzender des Bau- und Ordnungsausschusses. Sein Gremium hat sich bei der jüngsten Beratung für intensivere Planungen ausgesprochen und eine entsprechende Empfehlung abgegeben.

Die Idee selbst kommt aus den Reihen des Klostervereins, der mit dem Vorschlag das Interesse für solch ein Stadtprojekt ausloten möchte. „Burkhard Schmidt hat uns die Planungsentwürfe mit detaillierten Zeichnungen vorgestellt. Vom Grundsatz her wollen wir solch ein Vorhaben unterstützen. Vorausgesetzt, die Planungen zur Investition gehen auf“, sagt Weber. Nach ersten Berechnungen liegen die Baukosten bei 300 000 Euro. Geld, welches Rehna nicht unbedingt auf der hohen Kante liegen hat. Weber und Schmidt sehen allerdings Chancen, dass die Empfangshalle ein möglicher Kandidat für ein mit EU-Geldern finanziertes Vorhaben der „Mecklenburger Schaalseeregion“ werden kann. Gelingt das, liegt der finanzielle Eigenanteil von Rehna schätzungsweise bei 30 000 Euro. „Die Fördermöglichkeiten ließen sich bei mehreren Veranstaltungen auf Kreisebene ausloten“, so Schmidt. Vorausgesetzt die Stadt Rehna wird Träger des Projektes. Schmidt sieht auf Grundlage der guten Zusammenarbeit zwischen Verein und Kommune wirkliche Chance. „Rehna kann gewinnen, erhält neben der Empfangshalle mit Empore einen Begrüßungsraum für Touristen am Kloster, Platz für eine regionale Ausstellung und bessere Informationsmöglichkeiten als nördliches Eingangstor zum Unesco Biosphärenreservat.“

Kulturausschuss-Vorsitzender Matthias Maack kann sich ebenso für eine Empfangshalle erwärmen, betont allerdings: „Bis der Weg frei ist, sind einige grundsätzliche Fragen zu klären.“

Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg findet die „Projekt-Idee nicht verkehrt“, fragt sich „ob solch ein Bauwerk an diese Stelle passt“. Oldenburg weiter: „Wir unterstützen die Initiative. Das Bauamt wurde mit der Klärung der grundsätzlichen Fragen beauftragt. Dazu gehören Gespräche mit der Kirche, der Denkmalpflege und privater Grundstückseigentümer.“ Erst im Anschluss könne sich aus der Idee eine Planung entwickeln.

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