Streuobstwiese in Kneese : Das Fest der Baumpaten

Zur Auswahl standen verschieden Obstsorten. Beratung gab es von Jochen Schwarz (l.). Mit zehn bis 15 Euro können sich Interessenten am Projekt weiter beteiligen.
Zur Auswahl standen verschieden Obstsorten. Beratung gab es von Jochen Schwarz (l.). Mit zehn bis 15 Euro können sich Interessenten am Projekt weiter beteiligen.

Unterstützer feierten auf dem Arche-Hof. 250 Bäume gesetzt

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16. September 2016, 21:00 Uhr

„Die Biesterfelder Renette, die ist gut“, sagt Christiane Lengerke aus Rosenow. Hinter diesem nicht so alltäglichen Namen verbirgt sich eine Apfelsorte, eine alte Sorte mit kräftiger Färbung der Schale. „Und ich mag rote Äpfel“, erzählt die Rosenowerin. Der Baum wird künftig auf der südwestlich ausgerichteten Hügelkette hinter dem Arche-Hof Kneese gedeihen. Christiane Lengerke und mit ihr die Musiker des Posaunenchores Pokrent beteiligten sich gestern mit Posaunenmusik und einer Pflanzung am ersten Baumpatenfest auf dem Arche-Hof vom Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow.

Mit ihnen reihten sich Schleswig-Holsteins Landtagspräsident Klaus Schlie und weitere 24 Unterstützer auf der Streuobstwiese ein. „Gestartet sind wir in 2005. Etwa 70 Bäume kamen in 2008 hinzu. Heute wachsen hier 220 Obstsorten“, sagt Lebenshilfewerk-Chef Hans-Joachim Grätsch.

Nicht allein die neuen Baumpaten fanden am Nachmittag den Weg nach Kneese. Martina Niebert und ihr Vater Werner blickten voller Stolz in die Krone ihrer Süßkirsche. „Die ist wahrlich gut gewachsen“, meint der Labenzer Niebert. Mit ihnen beteiligten sich in den zurückliegenden Jahren Moderatoren wie Heike Götz, Norbert Bosse und Ministerpräsident Erwin Sellering sowie Landwirtschaftsminister Till Backhaus am Baumprojekt.

Sie sorgten für Vielfalt am Kneeser Hang. So gedeihen Äpfel, Birnen, Quitten und Pflaumen in bester Lage. Und wenn die Natur nach dem langen Winter erwacht, beschenkt sie dort mit ihrer Blütenpracht unzählige Insekten mit Nahrung. „Schön ist diese Welt voller Wunder“, sagt Pastorin Ariane Baier in ihrer Andacht und sieht Kneese als einen besonderen Ort mit dem Lebenshilfewerk, „wo die Menschen anders miteinander leben“. Wo die Zeit an einigen Tagen eine untergeordnete Rolle spielt und der Weg das Ziel ist.

So veredeln die Mitarbeiter in den Werkstätten die Früchte in Marmeladen, Brotaufstrich oder wohlschmeckender Kaltschale und Kuchen. Eine Kostprobe davon, die gab es auf dem Baumpatenfest – zwischen den Kronen von Altländer Pfannkuchen, Roter Holsteiner Cox und Berliner Schafsnase.

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