Das Erwachsenwerden tüchtig gefeiert

Die neun Schüler der Schlagsdorfer Regionalschule erhielten Blumen, eine Urkunde sowie ein Geschenkbuch. Fotos: Felix alex
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Die neun Schüler der Schlagsdorfer Regionalschule erhielten Blumen, eine Urkunde sowie ein Geschenkbuch. Fotos: Felix alex

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14. Mai 2012, 10:36 Uhr

Schönberg/Schlagsdorf | Nachdem bereits am vergangenen Wochenende 145 Schüler aus Gadebusch, Lützow, Rehna und Mühlen Eichsen im Gadebuscher "Kreml" ihre Jugendweihe empfangen hatten, wurden am Sonnabend nochmals 133 Jugendliche in Schönberg symbolisch in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. In zwei Feiern aufgeteilt, lauschten sie den Festreden von Landrätin Birgit Hesse und ihrer Stellvertreterin Kerstin Weiss. Unter ihnen waren auch neun Schüler aus Schlagsdorf, die pünktlich um 11.30 Uhr gemeinsam mit den Schülern aus Schönberg und Dassow in die voll besetzte Palmberghalle einmarschierten. Zwischen Liedern der Band "Nordprojekt" ging Festrednerin Weiss auf den traditionellen Abschied von der Kindheit ein, der als Schwelle in einen neuen Lebensabschnitt voller Erfahrungen steht. "Ob und wie ihr eure Träume umsetzt, liegt ganz allein an euch, aber trefft eure Entscheidungen mit euren Eltern, denn niemand lebt ganz allein", sagte Weiss, die den Jugendlichen zum Abschluss von Herzen alles Gute wünschte.

Waren die Teilnehmer in die Halle noch von Kerstin Weiss und der Bereichsleiterin des Jugendweihevereins für Nordwestmecklenburg Martina Fischer geführt worden, so durften sie ihren Abgang alleine, zu den Klängen des Mecklenburglieds beschreiten.

Bevor sich die Teilnehmer anschließend in alle Richtungen verstreuten, um sich vollkommen ihren privaten Feierlichkeiten zu widmen, versammelten sie sich mit ihren zahlreichen Gästen noch auf dem Platz vor der Halle. Dort wurden Erinnerungsfotos geschossen und die Festveranstaltung ausgewertet. Jan Siegfried Stoltenberg aus Rieps war von der Feierlichkeit begeistert. "Natürlich ist man an diesem Tag sehr aufgeregt, aber jetzt wird dafür erstmal bis in die Nacht gefeiert", sagte der 14-Jährige, der zu seiner Feier ungefähr 50 Gäste erwartete. Und auch das persönliche Gefühl sei nach der Festveranstaltung jetzt ein anderes, so der Schlagsdorfer Schüler.

Und genau dieses Gefühl des Aufbruchs ist es auch, was Kerstin Weiss und Martina Fischer ihren Schützlingen noch lange wünschen. "Die junge Generation ist so erwartungsvoll. Ihr möchte ich mitgeben: Macht was aus eurem Leben, denkt an die Umwelt und seid keine Egoisten", so Weiss. Dem schloss sich Martina Fischer an, sie betonte: "Wir versuchen, euch das Beste mitzugeben. Jetzt seid ihr dran." Fischer fand für die Teilnehmer viele lobende Worte. "Die Jugend ist besser als ihr Ruf und ich bin stolz auf sie", sagte die Bereichsleiterin, die bereits seit 1991 für den Jugend weihe verein tätig ist und noch vor jeder Feierstunde genauso aufgeregt sei, wie die Schüler, wie sie selbst erzählt. "Wenn es irgendwann zur Routine werden sollte, zur Jugendweihe zu reden, dann werde ich das abgeben. Aber solange ich darf, werde ich jedes Jahr wieder die Jugendlichen auf ihrem Weg begleiten", versicherte Fischer.

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