Groß Molzahn : Das Ende der Dunkelheit

Elektromeister Dieter Schrader konnte das Malheur beheben. Schon 1973 war er in Groß Molzahn und hat mit Kollegen damals die Straßenbeleuchtung installiert. Rechts im Bild: Bürgermeister Karl-Heinold Buchholz.  Fotos: Michael Schmidt
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Elektromeister Dieter Schrader konnte das Malheur beheben. Schon 1973 war er in Groß Molzahn und hat mit Kollegen damals die Straßenbeleuchtung installiert. Rechts im Bild: Bürgermeister Karl-Heinold Buchholz. Fotos: Michael Schmidt

Nachdem vor Wochen die Straßenbeleuchtung in Groß Molzahn ausfiel, konnten jetzt die Fehler lokalisiert und behoben werden

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08. März 2014, 00:00 Uhr

Es war fast wie eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Denn einen Fehler in einem fast vier Kilometer langen Stromkabelnetz zu finden, ist nicht gerade einfach. Letztlich ist die Suche danach geglückt. Die Einwohner von Groß Molzahn haben wieder Licht in ihrem Dorf – nachdem die Straßenbeleuchtung vor Wochen ausgefallen war.

Auf die Suche nach dem Fehler hatte sich der Kirch Grambower Elektromeister Dieter Schrader begeben. Schon 1973 arbeitete er in Groß Molzahn, als die PGH Elektro Gadebusch damals die Straßenbeleuchtung baute. Die Kabel von damals liegen noch heute in der Erde. Nun suchte Schrader die Stelle, die das Straßenbeleuchtungs-Dilemma von 2014 verursacht hat. „Letztlich waren es insgesamt fünf Schadstellen“, sagt Schrader. Die Kabel seien zum Teil bei Straßenbauarbeiten beschädigt und wenn überhaupt anschließend notdürftig geflickt worden. Jahre später gab es dafür die Quittung: Kurz vor Weihnachten fiel die Straßenbeleuchtung aus. Die Suche nach den Fehlerquellen erwies sich anschließend als schwierig. Erst mit Hilfe eines Kabelmesswagens von der Wemag AG konnten die Schadstellen lokalisiert werden. „So viele Fehler in einem Netz hatte ich in all meinen Berufsjahren noch nicht erlebt“, so Dieter Schrader. Seit 1968 ist er als Elektriker und seit 1975 als Meister tätig. Was ihn im Fall Groß Molzahn am meisten ärgert: „Die Baufirmen hätten Bescheid sagen sollen, dass sie bei ihren Arbeiten ein Kabel versehentlich beschädigten. Für 20 oder 30 Euro hätte das dann repariert werden können. Stattdessen wickelten sie nur Isolierband herum und dachten, das werde schon halten. Erst Jahre später kommt dann aber der Fehler und man sucht sich fast schon dämlich.“

Einwohner des Ortes nahmen den Ausfall der Straßenbeleuchtung teilweise mit Humor, andere waren verärgert. Bürgermeister Karl-Heinold Buchholz: „Unsere Einwohner haben wirklich viel Geduld aufgebracht.“

Die gesamte Reparatur wird die Gemeinde Groß Molzahn mehrere tausend Euro kosten. Das dürfte aber noch immer billiger sein, als eine komplette Neuverlegung der Stromkabel.

Wie wichtig eine Straßenbeleuchtung ist, macht Buchhold am Beispiel des Schulwegs deutlich. „Unsere Kinder müssen morgens zur Bushaltestelle gehen. Ich hatte die Sorge, dass bei der Dunkelheit etwas hätte passieren können. Zumal auch die Beleuchtung der Haltestelle mit an dem Stromkabelnetz hängt“, sagt das Gemeindeoberhaupt.


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