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Hilfe in Gadebusch : Danke für die Defibrillator-Spende

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die Ersthelfer, die First Responder-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Gadebusch, dürfen ohne so ein Gerät nicht in den Einsatz

svz.de von
erstellt am 21.Okt.2017 | 04:45 Uhr

Bereits dreimal kam der etwa 3500 Euro teure AED, der Automatische Externe Defibrillator in den vergangenen zwei Monaten zum Einsatz. Ein Zeichen, dass er wirklich gebraucht wird. „Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei unseren Förderern bedanken, dass sie uns das Geld für die Anschaffung zur Verfügung gestellt haben“, richtet Stadtwehrführer Sebastian Otto seine Worte an Heidi Günther und Daniel Schmal. Die Geschäftsführerin und Inhaberin der Fritz Reuter Dach & Bau GmbH und Co. KG sowie der Vertriebsmitarbeiter von Treppenmeister Derstappen GmbH waren die einzigen der insgesamt 22 Sponsoren die der Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Gadebusch gefolgt sind. Und so war es ihnen allein vorbehalten, exklusiv über die Arbeit und den Einsatz des AED durch das First Responder-Team (FR) informiert zu werden.

„Ohne dieses Gerät hätten wir gar nicht in den Einsatz gehen können, denn es gehört zur Pflichtausrüstung“, erklärt Team-Leiter André Sack. Man habe zuerst auf ein Leihgerät zurückgegriffen, um am 15. März starten zu können, so Sack. Seither haben die FR insgesamt 60 Einsätze gefahren. First Responder heißt übersetzt Ersthelfer. „Das heißt, wir ersetzen nicht den Rettungsdienst, wie uns von mancher Seite vorgeworfen wird“, betont André Sack, der eigentlich Oberfeuerwehrmann in Gadebusch ist. Er und sein Team, das mittlerweile aus 15 Mitgliedern besteht, sind absolut ehrenamtlich tätig und besitzen keine spezielle medizinische Ausbildung. „Wir haben prinzipiell die gleichen Vorkenntnisse, wie jemand, der einen Führerschein besitzt“, so der Leiter der Truppe. Lediglich eine Zusatzausbildung von 80 Stunden Dauer mit anschließender Prüfung müssen für diese ehrenamtliche Arbeit vorgewiesen werden. „Wir sind dafür da, die Brücke zu bilden, vom Erstkontakt bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes“, erklärt Team-Mitglied Patrick Schlien. Denn meistens sei es in unserem Flächenland die Feuerwehr, die zuerst am Ort ist.

Dabei sind die First Responder keine Pflichtaufgabe der Feuerwehr, es ist eine zusätzliche, freiwillige Leistung. Insofern kann die Truppe nur existieren, wenn es genug Freunde und Unterstützer gibt – öffentliche Gelder gibt es nicht. „Für mich als Unternehmerin aus Gadebusch war es klar, dass ich das unterstütze“, sagt Heidi Günther und Daniel Schmal, der selbst bei der Feuerwehr Gadebusch ist, ergänzt: „Derstappen meint: Es ist nie falsch, das Ehrenamt zu unterstützen.“

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