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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. Oktober 2017 | 04:02 Uhr

Feuerwehrübung : Chemieunfall in der Molkerei

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kameraden aus Dechow, Carlow und Rehna simulierten Einsatz in Dechow

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Was wäre, wenn es in der Gläsernen Molkerei in Dechow zu einem Brand und in der Folge zu einer chemischen Reaktion in der Produktionshalle kommt? Diese Frage stellte sich Andreas Arp, Betriebsleiter der Gläsernen Molkerei in Dechow und bat um Hilfe bei der Feuerwehr Dechow. Die ließ sich nicht zwei Mal bitten und organisierte eine Einsatzübung.

„Wir haben eine Übung angemeldet und um 16.43 Uhr wurden die Kameraden aus Rehna, Dechow und Carlow von einem Brand mit einer chemischen Reaktion im Innenraum informiert“, erklärte Daniel Friedberg, stellvertretender Amtswehrführer des Amts Rehna. Doch schon vor der eigentlichen Übung gab es Probleme, die zu einer Veränderung der Übung führten. „Wir haben nicht mehr genügend Ersatzschläuche. Deshalb können wir kein Wasser vom See holen“, erklärte Friedberg. Stattdessen mussten das Regenrückhaltebecken und ein Hydrant auf dem Gelände der Molkerei für die Löschwasserversorgung herhalten. Friedberg erklärte: „Jedesmal, wenn die Schläuche benutzt wurden, müssen sie von der Berufsfeuerwehr in Schwerin untersucht werden. Die haben aber im Moment alle Hände voll mit den Flüchtlingen zu tun und kommen kaum hinterher. Deshalb haben wir uns entschieden, nicht alle unsere Schläuche zu nutzen und eine kürzere Strecke auszulegen.“

Doch auch so zeigte der Einsatz, dass den Feuerwehrmännern alles abverlangt wurde. Nicht nur, dass die Gefahrguteinsatzgruppe aus Rehna der Regelung nach nicht rechtzeitig am Einsatzort ankam, auch die symbolisch ausgelegten Chemikalien im Innenraum wurden nicht sofort erkannt. So wurde zunächst eine Person so gerettet, dass die Kameraden im Ernstfall hätten selbst stark verletzt werden können. „Diese Übung war ein sehr guter Einsatz. Es hat vieles gut funktioniert, aber wir haben auch gesehen, worauf man noch intensiver achten muss“, sagt Daniel Friedberg. Ähnlich sah es auch Betriebsleiter Andreas Arp. „Ich habe bereits zwei Brände in einer Molkerei miterlebt. Diese Übung hilft allen weiter. Jetzt wissen die Feuerwehrmänner, worauf es ankommt. Ich bin sehr froh, dass wir hier an einem Strang ziehen“, sagte der Betriebsleiter. „Ich hätte gar nicht gedacht, dass für so eine Rettungsaktion so viele Einsatzkräfte benötigt werden. Da kann man Danke sagen“, erklärte Andreas Arp nach der Übung.

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