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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 05:50 Uhr

Landtagswahl : CDU bei Saar-Wahl klar vor SPD

vom

Ergebnis der Wahl: Das Saarland steuert auf eine große Koalition unter Führung der CDU zu. Bei der Landtagswahl wurde die CDU mit ihrer Spitzenkandidatin Annegret Kramp-Karrenbauer stärkste Kraft vor der SPD.

svz.de von
erstellt am 25.Mär.2012 | 10:59 Uhr

Aufwind für die Union - Desaster für den Koalitionspartner FDP: Bei der vorgezogenen Landtagswahl an der Saar bleibt die CDU von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer klarer als erwartet stärkste Kraft und kann mit der SPD weiterregieren. Die bundesweit ums Überleben kämpfende FDP muss eine Rekordschlappe hinnehmen und fliegt aus dem Saar-Landtag.

Nach den Hochrechnungen distanzierte die Union gestern die zuvor ähnlich stark eingeschätzte SPD von Herausforderer Heiko Maas. CDU und SPD hatten vor der Saar-Wahl angekündigt, im kleinsten deutschen Flächenland eine große Koalition bilden zu wollen - zur Not auch jeweils als Juniorpartner. Die Piratenpartei schaffte auf Anhieb den Sprung ins Parlament, die Grünen mussten am Abend noch zittern. Die Linke erlitt Verluste, blieb aber drittstärkste Partei. Ein rechnerisch mögliches rot-rotes Bündnis hatte die SPD schon vor der Wahl ausgeschlossen. Die CDU kommt nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF (etwa 18.30 Uhr) auf 34,8 bis 35,1 Prozent der Stimmen und liegt damit leicht über ihrem Niveau von 2009. Die oppositionelle SPD gewinnt diesmal rund 6 Punkte auf 30,5 bis 30,7 Prozent, hatte aber nach den Umfragen ein besseres Ergebnis erhofft. Die Linke mit Spitzenkandidat Oskar Lafontaine verliert etwa 5 Punkte auf 16,2 bis 16,4 Prozent.

Die an der im Januar geplatzten Jamaika-Koalition beteiligte Saar-FDP stürzt desaströs um rund 8 Punkte auf etwa 1,3 Prozent ab. Das ist ihr bisher schlechtestes Landtagswahlergebnis in einem westdeutschen Bundesland. Die Grünen kommen wie schon 2009 auf 5,0 Prozent und mussten um den Einzug in den Landtag bangen. Die Piraten erreichen 7,3 bis 7,7 Prozent und ziehen damit zum zweiten Mal nach der Berlin-Wahl im September in ein Landesparlament ein.

Kramp-Karrenbauer sagte am Abend: "Die Saarländer wollen deutliche Verhältnisse, sie wollen eine große Koalition und sie wollen Annegret Kramp-Karrenbauer als Ministerpräsidentin." Ihre Partei werde schnell in Koalitionsgespräche mit der SPD eintreten. Damit solle eine gute Grundlage für die kommenden fünf Jahre geschaffen werden. Maas bot der CDU noch am frühen Abend Gespräche an. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles bekräftigte in Berlin, man wolle an der angekündigten Koalition mit der Saar-CDU festhalten. Die Bundes-FDP setzt nun voll auf die beiden bevorstehenden Landtagswahlen im Mai. Die Umfragen und der Wahlkampf in Kiel und Düsseldorf gäben der FDP die Hoffnung, "dass wir gute Ergebnisse einfahren werden", sagte Generalsekretär Patrick Döring. "Wir werden dort zeigen, dass der organisierte Liberalismus in beiden Ländern stark genug ist, im Parlament und in Verantwortung eine wichtige Funktion zu haben."

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