Hobbyschneiderin aus Gadebusch : Carolin Hellbach lädt ins „Nähseum“ ein

Klein, aber mein: Carolin Hellbach im Schaufenster ihres „Nähseums“ in Gadebusch. Fotos: Holger Glaner
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Klein, aber mein: Carolin Hellbach im Schaufenster ihres „Nähseums“ in Gadebusch. Fotos: Holger Glaner

31-jährige näht selbst entworfene Kindersachen von Babyschuhen über Mützen bis zu Pumphosen

svz.de von
28. Juni 2016, 05:00 Uhr

Ozeaneum, Darwineum, Müritzeum – was gibt es nicht alles an schönen, wunderbaren und interessanten Museen in unserem Land. Freunde der Nähkunst dürfen sich jetzt auf „Caros’s Nähseum“ freuen. Doch im völligen Gegensatz zu vorgenannten Einrichtungen hat dieses nun wiederum mit einem Museum rein gar nichts zu tun. Denn hinter dem museal anmutenden Namen verbirgt sich die Nähstube einer jungen Gadebuscherin, die hier selbstgenähte Unikate für Groß und Klein verkauft. Nix Museum, nix verstaubt, sondern kunterbunt und brandaktuell.

„Insbesondere entstehen in meinem Nähseum die verschiedensten Kindersachen“, erzählt die 31-Jährige. Pumphosen, Mützen, T-Shirts, Pullover, Röcke oder Baby-Schuhe. Aber auch Kissen und Kissenhüllen, Schlüssel-Anhänger oder aber Kosmetiktaschen. Textilien für Erwachsene sind da eher die Ausnahme. Zu hoch der Stoffverbrauch, die Geschmäcker zu verschieden.

Dabei ist die Hobbyschneiderin eigentlich gelernte Floristin, arbeitet heute aber hauptberuflich in einem Schweriner Callcenter und bearbeitet dort Anfragen für einen großen Paketdienstleister. Die Schneiderei betreibt die Mutter eines fünfjährigen Sohnes nur nebenbei. Ein Hobby, das längst zur Leidenschaft geworden ist. Und zu dem auch das Entwerfen eigener Schnittmuster, angefangen bei Hosen über Mützen bis zu Tops gehört. Schnittmuster, die sie dann an geneigte Näher verkauft. Aber nicht ohne die Schnittmuster einem vorherigen Test zu unterziehen. „Meine Entwürfe gebe ich an Probanden weiter, die nach meinen Schnittmustern die jeweiligen Stücke nähen. Hinterher tauschen wir uns dann darüber aus, an welchen Stellen es passt und wo es unter Umständen noch zwackt“, erklärt die Hobby-Schneiderin. Wenn alles passt, gehen die Schnittmuster in den Verkauf.

Und den wickelt die Gadebuscherin wie auch für alle ihre textilen Unikate nicht mehr nur über ihre Internetseite unter der Adresse www.carosnaehseum.de ab. Seit gut drei Wochen gewährt sie Interessenten in der Lübschen Straße 26 in einem kleinen Schaufenster einen Einblick in die Welt von „Caro’s Nähseum“. Schwiegervater Jörg Möller betreibt nebenan das bekannte Schmuck- und Uhrengeschäft und stellt gern den Kontakt zu Carolin Hellbach her.

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