Gadebusch : Busunternehmer fährt zur Basketball-WM

Für Thomas Flaegel und das Busunternehmen Flaegel ist der Transport von Rollstuhlfahrern kein Problem. Die Busse sind bestens ausgestattet.
Für Thomas Flaegel und das Busunternehmen Flaegel ist der Transport von Rollstuhlfahrern kein Problem. Die Busse sind bestens ausgestattet.

Firma Flaegel fährt Rollstuhlbasketballer bei der Weltmeisterschaft in Hamburg zu den Wettkämpfen.

svz.de von
03. Februar 2018, 04:45 Uhr

Spannende Spiele und technisch hochwertiger Sport bekommen die Besucher der Rollstuhl-Basketball-Weltmeisterschaft vom 16. bis 26. August in Hamburg zu sehen. Dann treffen in Gruppe A Gastgeber Deutschland auf Kanada, Marokko und den Iran. Mit dabei ist auch jedes Mal mindestens ein Gadebuscher. Das allerdings als Busfahrer. Denn das Gadebuscher Busunternehmen Flaegel wird diese elf Tage die Sportler vom Mannschaftshotel zur Wettkampfstätte und zu den Trainingsorten chauffieren.

„Wir freuen uns schon riesig drauf. Es ist zwar ein ganz normaler Auftrag, aber bei einer Weltmeisterschaft dabei sein zu dürfen, ist schon was besonderes“, erklärte Junior-Chef Lars Flaegel. Insgeheim hofft der 37-Jährige darauf, auch schon mal das eine oder andere Spiel live miterleben zu können. „Wann hat man dazu schon mal die Gelegenheit, so hautnah und lange dabei zu sein“, sagte der 37-jährige Gadebuscher.

Mit insgesamt vier Bussen werden die Gadebuscher vor Ort sein. Sie unterstützen dabei einen befreundeten Busunternehmer aus der Hansestadt. Alle Busse müssen barrierefrei und rollstuhlgerecht sein. „Davon haben wir leider nur drei Busse. Deshalb werden wir uns für diesen Auftrag einen vierten Bus leihen“, erklärte Lars Flaegel. Eine Rollstuhlrampe und ein Niederflurbus sind Pflicht für den Transport. Denn nur diese Busse können entsprechend abgesenkt werden, um mit fahrbaren Untersätzen in den Bus zu gelangen.

Vier Busfahrer werden für die Sportler zur Verfügung stehen. „So viel wie ich bisher weiß, werden alle Mannschaften in einem Hotel untergebracht. Auch wir werden dort übernachten, damit wir auf die individuellen Wünsche der Mannschaften reagieren können“, erklärte der Gadebuscher Unternehmer. Werbung in der Heckscheibe eines jeden Busses und eine entsprechende Leuchtreklame werden den Sportlern auf Deutsch und Englisch die richtigen Wege in die entsprechenden Busse weisen.

Doch die Weltmeisterschaft, in Gruppe B treffen übrigens Paralympics-Sieger USA auf Algerien, Frankreich, Argentinien und China, ist auch an diesen Tagen nicht das Tagesgeschäft des Gadebuscher Unternehmens. Das läuft am Firmensitz nebenbei ganz normal weiter. Neun weitere Busse werden von den Mitarbeitern gesteuert, um den regionalen Schul- und Linienverkehr abzusichern.

Seit 1990 ist das Busunternehmen in Gadebusch selbstständig. Senior-Chef Wolfgang Flaegel fuhr zwar schon zu DDR-Zeiten seine Passagiere von Ort zu Ort, doch mit der Wende machte er sich dann privat. Heute steuert auch Sohn Lars die Busse und die Geschicke der Firma.

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