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Bus und Reisen GmbH Schwerin soll aufgespaltet werden : Busunternehmen SGS steuert Ende entgegen

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Die Tage der SGS Bus und Reisen GmbH Schwerin sind offenbar gezählt. So stimmt der Kreistag Nordwestmecklenburg morgen in Grevesmühlen darüber ab, das kommunale Unternehmen aufzuspalten.

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erstellt am 18.Jun.2013 | 05:30 Uhr

Gadebusch | Die Tage der SGS Bus und Reisen GmbH Schwerin sind offenbar gezählt. So stimmt der Kreistag Nordwestmecklenburg morgen in Grevesmühlen darüber ab, das kommunale Unternehmen aufzuspalten. Die Teilbetriebe sollen noch in diesem Jahr auf die Grevesmühlener Busbetriebe GmbH sowie die Ludwigsluster Verkehrsgesellschaft mbH übertragen werden. Die Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim sind jeweils zur Hälfte als Gesellschafter am Stammkapital der SGS Bus und Reisen GmbH Schwerin beteiligt.

Kündigungen sollen mit der geplanten Aufspaltung des Unternehmens nicht verbunden sein. "Ein Personalabbau ist nicht vorgesehen. Wir brauchen auch weiterhin die Fahrer und die Busse", sagt Nordwestmecklenburgs Landrätin Birgit Hesse. Nach ihren Angaben sind keine Einschnitte bei den Tariflöhnen der Beschäftigten geplant. So wie der Landkreis Ludwigslust-Parchim verfolge auch der Nordwest-Kreis das Ziel eines starken kommunalen Unternehmens für den öffentlichen Personennahverkehr. Der Teilbereich "Reiseverkehr" soll im Zuge der Aufspaltung des Unternehmens an einen privaten Interessenten veräußert werden.

Eine Schließung des Gadebuscher Betriebshofs der SGS Bus und Reisen GmbH Schwerin ist nicht vorgesehen. Das 8143 Quadratmeter große Areal geht mit sämtlichen dem Teilbetrieb ÖPNV Nordwestmecklenburg zugeordneten technischen Anlagen, Fahrzeugen, der EDV-Software und den Betriebsstoffen auf die Grevesmühlener Busbetriebe über. Die Betriebshöfe in Sternberg und Schwerin sollen auf die Ludwigsluster Verkehrsgesellschaft mbH übertragen werden.

Die treibende Kraft für die Neustrukturierung war nach Angaben des SGS-Aufsichtsrats-Mitgliedes Ulrich Howest der Landkreis Ludwigslust-Parchim. "Der hat im wahrsten Sinne richtig Gas gegeben. Für mich hatte oberste Priorität, dass der Standort Gadebusch nicht zur Disposition steht. Hier ist in den vergangenen Jahren sehr viel in vestiert worden", sagt Howest.

Von den insgesamt 97 SGS-Mitarbeitern werden voraussichtlich 37 nach Nordwestmecklenburg wechseln, 60 nach Ludwigslust-Parchim. Noch-SGS-Geschäftsführer Andreas Helms steht ebenfalls vor einem Wechsel in den Nachbarkreis. Er wird dort in der Führungsriege des Unternehmens tätig sein.

Täglich befördert die SGS Bus und Reisen GmbH 4550 Schüler, davon 1863 in Nordwestmecklenburg. Für sie werde sich durch die neue Struktur nichts ändern. "Ziel muss es sein, alles daran zu setzen, dass das Beförderungsniveau so bleibt, wie es unsere Fahrgäste gewöhnt sind. Die Qualität muss erhalten bleiben, wenn möglich verbessert werden", sagt Helms. Hervorgegangen war die SGS Bus und Reisen GmbH aus dem Kraftverkehr Schwerin. Nach einer Treuhand-Übergangsphase war das Busunternehmen 1992 neu gegründet worden. Die Buchstaben SGS stehen für die einstigen Landkreise Schwerin, Gadebusch und Sternberg.

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