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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 22:50 Uhr

Gadebusch : Buskunden hoffen auf Preissenkung

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kreistag debattiert heute über ein neues Tarifwerk. Der Preis für einen Einzelfahrschein könnte von vier auf zwei Euro reduziert werden

von
erstellt am 05.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Für tausende Kunden der kreiseigenen Nahbus GmbH könnte Busfahren künftig billiger werden. Denn der Kreistag von Nordwestmecklenburg könnte heute Abend grünes Licht für das neue Tarifwerk geben. Sollte dies der Fall sein, gelten die neuen Preise ab dem 1. Februar 2018. Das sagte der stellvertretende Landrat Mathias Diederich (CDU) im Vorfeld der heutigen Kreistagssitzung. Diese beginnt um 17 Uhr im Wismarer Zeughaus.

Diederich rechnet mit einer breiten Zustimmung zum neuen Tarifwerk durch den Kreistag. Es sieht künftig Einzelfahrten ab zwei statt bislang vier Euro vor. Die Preisobergrenze für Einzelfahrscheine liegt demnach bei sechs Euro.

Um Kinder und Jugendliche an den Öffentlichen Personennahverkehr stärker zu binden, gibt es für sie ein Jugend-Freizeit-Abo. Damit können sie montags bis freitags ab 14 Uhr sowie am Wochenende und in den Ferien ganztags mit Bussen unterwegs sein – bis zu einer 50-Kilometer-Grenze.

Diskussionen dürfte es beim von der Fraktion Die Linke geforderten Sozialtarif für Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger geben. Für sie sieht das neue Tarifwerk Monatskarten mit einem 20-prozentigen Preisnachlass vor. Diese würden je nach Zonentarif zwischen 40 und 76 Euro kosten. Wer eine Netzkarte nutzen möchte, müsste gar 80 Euro pro Monat berappen. Der Gadebuscher Linkspolitiker Thomas Konieczny bezeichnet denn auch den vorgeschlagenen Sozialtarif als zu teuer und als „Placebo“. Der Fraktionschef der Linken, Björn Griese, kündigt für heute einen Änderungsantrag an. Er strebt für Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger ermäßigte Einzelfahrscheine ab 1,50 Euro an.

Seit Monaten wird an der Einführung eines neuen Tarifwerks gearbeitet. Dafür wurden zwei Workshops mit Fachleuten aus Norddeutschland absolviert. Darüber hinaus beauftragte der Landkreis zwei Unternehmen mit der Berechnung von Prognosen. Die Firmen nutzten dabei unterschiedliche Rechenmodelle, kamen nach Angaben des Landkreises aber zum gleichen Ergebnis. Außerdem sei auch ein Plausibilitäts-Check erfolgt, sagt Dr. Roland Finke. Er ist Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung und Planen.

Viele Fahrgästen hatten sich in den vergangenen Monaten über zu hohe Fahrpreise bei Kurzstrecken geärgert.

 

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