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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Dezember 2017 | 10:07 Uhr

Gadebusch : Burgseebrücke nach altem Vorbild

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Bauausschuss einigt sich mit Ingenieurbüro auf die kostengünstigste Variante. Veranschlagt für den Bau sind 300 000 Euro

svz.de von
erstellt am 26.Feb.2015 | 00:00 Uhr

Auch wenn sich der Bauausschuss auf seiner jüngsten Sitzung im Gadebuscher Rathaus auf eine Variante zum Bau der neuen Burgseebrücke festlegte, waren die vier anwesenden Mitglieder nicht ganz glücklich mit dem Verlauf der Vorstellung durch das Gadebuscher Ingenieurbüro Hanft & Kautzky. Drei Varianten wurden vorgestellt, doch nur für eine gab es eine ziemlich exakte Kostenschätzung. „Ich hätte mir für die beiden anderen Varianten ebenfalls eine Bausumme gewünscht“, sagte Heiko Lembck vom Bauausschuss. Doch Planer Siegfried Hanft hielt dagegen. „Zwei Varianten sind aufgrund der Bodenbeschaffenheit und der finanziellen Situation der Stadt Gadebusch nicht umsetzbar. Sie würden ein Vielfaches des Geldes kosten, dass der Brückenbau nach ähnlichem Vorbild wie zuvor kosten würde“, erklärte er. Zum einen sei selbst am Ufer mit einer bis zu 30 Meter dicken Schlammschicht unter der Oberfläche zu rechnen, zum anderen sei damit die Befestigung modernerer Brücken für die Stadt nicht realisierbar. Die Stadt hat keine zwei Millionen Euro für eine hoch moderne Burgseebrücke“, sagte Hanft. Da ohnehin eine Brücke nach historischem Vorbild geschaffen werden solle, habe er gar nicht erst eine Kostenschätzung für die beiden deutlich teureren Varianten gefertigt.

In der ersten und einzigen realisierbaren Variante würde die Brücke den zuvor veranschlagten Rahmen von 300 000 Euro nicht sprengen. „Die reinen Baukosten würden bei normalem Bauverlauf etwa 230 000 Euro netto kosten“, sagte Hanft. Dabei sei die Brücke als Neubau mit zwölf neuen Pfählen gerechnet worden. „Allerdings wollen wir Teile des Geländers und der Bodendielen der 1985 errichteten Brücke erneut verwenden“, erklärte der Ingenieur. Damit sei es dann eine Restauration und kein Neubau, erklärte er.

Zwölf Pfähle würden die Brücke halten. Obwohl der erste tragfähige Grund erst bei etwa 30 Metern beginnt, sollen die Pfähle in zwei Reihe mit je sechs Stützen nur 22 Meter tief in den Schlamm des Burgsees eingelassen werden. „Der Schlamm würde die Stahlprofile ummanteln, innen und außen. Dadurch würde sich eine gute Stabilität ergeben“, erklärte Siegfried Hanft. Nach der Einigung ist es nun an der Stadt Gadebusch, den Bauantrag zu stellen. „So etwas dauert mehrere Monate. Wir werden keine Zeit verlieren“, sagte Bauamtsleiterin Romy Elßner.

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