Kleiderbörse Gadebusch : „Buntmalerin“ erhält ihr Kleid

Kleiderprobe mit Marianne Pache, Marina Kriedel und Lydia Schulz. Fotos: volker Bohlmann
Kleiderprobe mit Marianne Pache, Marina Kriedel und Lydia Schulz. Fotos: volker Bohlmann

Nähwerkstatt der Kleiderbörse unterstützt Sagen- und Märchenstraße MV“.

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04. März 2016, 05:00 Uhr

Ein neues Kleid für die „Buntmalerin“. Das klingt nicht nur märchenhaft. „Es wird ein Märchen und dazu noch ein neues“, sagt Wolfgang Woitag als Mitglied des Vorstandes der Sagen- und Märchenstraße MV. Dabei steht Marina Kriedel aus Zapel bei Hagenow im Mittelpunkt. Die Nähwerkstatt der Gadebuscher Kleiderbörse überreicht ihr ein neues Gewand.

Die freischaffende Kunstmalerin erhält im Frühjahr in ihrer Figur als „Buntmalerin“ eine auf sie zu geschnittene Geschichte und wird als neues Mitglied die Sagen- und Märchenstraße in Zukunft bereichern. Der Titel könnte kaum passender sein für jemanden, der mit Pinsel, Farben, Palette und Staffelei durchs Land reist, die Landschaften und Menschen malt und zeichnet, meint Woitag.

Eine Arbeit, die Wiedererkennungswert über die Bilder hinaus verlangt. Somit überreichte die Nähwerkstatt in Gadebusch mit Marianne Pache und Lydia Schulz ein mit Mecklenburger Motiven gestaltetes Kleid. „Wir unterstützen die Sagen- und Märchenstraße und haben in unserem ,Linenshop‘ das Kleid genäht“, sagt Schulz. Die Werkstatt mit Marianne Pache ist Teil der Kleiderbörse, allerdings mit der Ausrichtung auf historische Kleider und besondere Stoffe, die sich für Kulturprojekte und Modenschauen eignen. Ein Projekt, das mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt wird.

Das Kleid der „Buntmalerin“ ist das jüngste Projekt der Nähwerkstatt. „In erster Linie stellen wir Kleidung wieder her oder nähen beispielsweise Erntefesthauben“, so Pache. Sie ist Meisterin ihres Faches und kennt sich im Umgang mit Nadel, Faden und Nähmaschine bestens aus. Für das Kleid der „Buntmalerin“ hat sie Motive wie Bauernhäuser, Mühlen, Bäume und weitere für Mecklenburg typische Motive entworfen und aufgenäht. „Die Motive widerspiegeln unser Land“, sagt Wolfgang Woitag voller Dank in Richtung der Akteure und Mitinitiatoren.

Die Geschichte der Buntmalerin präsentiert die Sagen- und Märchenstraße MV anlässlich „Kunst offen“ zu Pfingsten in Zapel mit einem Kulturprogramm. Darüber hinaus freut sich Woitag über das landesweite Interesse am Verein: „Unser jüngstes Mitglied ist das Ostseebad Graal Müritz.“ Eine Präsentation der Sagen- und Märchenstraße MV gibt es auch am kommenden Sonntag im Miniland Göldenitz bei Rostock. Im Beisein des Bürgermeisters von Neustadt-Glewe wird eine Miniaturausgabe der Burg von Neustadt-Glewe der Öffentlichkeit präsentiert. Beginn: Sonntag 11 Uhr.

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