Romantik auf Rädern : Bulli-Fans planen Konvoi zum Nordkap

In den USA wollte Patrick Holden als Teenager einen Bulli fahren, in Deutschland erfüllte sich der US-Amerikaner 2003 seinen Jugendtraum. Michael Schmidt
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In den USA wollte Patrick Holden als Teenager einen Bulli fahren, in Deutschland erfüllte sich der US-Amerikaner 2003 seinen Jugendtraum. Michael Schmidt

Auch im Alter von mehr als 60 Jahren genießt der VW Bulli Kultstatus. Liebhaber dieses Modells planen einen Konvoi von Nesow-Dorf zum Nordkap.

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17. September 2012, 06:37 Uhr

Nesow-Dorf | Liebhaber alter VW-Bullis planen ein neues Abenteuer. Sie wollen in einem Konvoi von Nesow-Dorf aus zum nördlichsten Punkt des europäischen Festlands fahren. Rund 2600 Kilometer liegen vor den Bulli-Fans, die keine Angst vor Strapazen und etwaige Pannen haben. Obwohl die Fahrzeuge bis zu 62 Jahre alt sind und keine Klimaanlage haben. Dafür verfügen sie nach wie vor über einen Kult-Status.

Für die Nesowerin Mück Kröbler-Reh sind Bullis nicht irgendwelche Autos: "Sie sind, so es ist zumindest bei uns, Familienmitglieder und gehören einfach dazu." Der Bulli sei Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad. "Damit war ich schon in Ungarn, Tschechien, Österreich, Italien, Frankreich und zur Hochzeitsreise nach Wales", sagt Mück Kröbler-Reh. Als nächstes sei nun der Konvoi Richtung Nordkap geplant. "Je nach Zeit und Lust, dreht man um oder fährt weiter mit. Das Schöne ist, es muss dann nicht jeder alle Ersatzteile mitnehmen", so Kröbler-Reh.

Mit auf Tour könnte ein US-Amerikaner gehen: Patrick Holden. Der 41-jährige Elektriker, der inzwischen in Berlin lebt, erfüllte sich 2003 mit dem Kauf eines VW Bullis seinen Jugendtraum. "Ich wollte schon als Teenager immer solch einen Bus haben, weil es eine ziemlich coole Sache ist. Jetzt endlich habe ich mir den Wunsch erfüllt, war mit dem Bulli bereits in England, Schweden, Frankreich und den Niederlanden." Das Ziel Nordkap reizt auch ihn. Und wenn er es zeitlich einrichten kann, will der US-Amerikaner sich in Nesow-Dorf dem Konvoi anschließen.

In dem nordwestmecklenburgischen Dorf war die Idee für die gemeinsame Fahrt zum Nordkap geboren worden. Die Fahrer von 20 VW-Bussen nahmen in Nesow-Dorf an dem 3. Bulli-Treffen teil. Sie kamen aus dem Sauerland, Siegerland, Münsterland, Bremen, Schleswig-Holstein und Berlin. Auch Beke Bornemann und ihre sechsjährige Tochter Alva aus Hamburg reisten zum Storchenhof Ciconia. Alva war wie immer begeistert von den Wagen, die alle so alt seien. Beke Bornemann hingegen verwies auf ihren persönlichen Rennrekord mit ihrem VW Bulli: "Auf dem Nürburgring, Steilkurve mit Rückenwind. Ich war mit 120 km/h unterwegs".

Solch ein Tempo sollte die Hamburgerin während der Konvoifahrt zum Nordkap nicht vorlegen. Generell gilt auf norwegischen Straßen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Stundenkilometern.

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