Schönberg : Büromöbel-Riese sehr zufrieden

Sie freuen sich aufs Büro: Nicole Eggert, Uwe Blaumann und Julianne Utz (v.l.) von der Palmberg-Geschäftsführung.
Sie freuen sich aufs Büro: Nicole Eggert, Uwe Blaumann und Julianne Utz (v.l.) von der Palmberg-Geschäftsführung.

Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH aus der Maurinestadt Schönberg verkauft so viele Möbel wie noch nie

svz.de von
04. September 2017, 21:00 Uhr

Der Schönberger Büromöbelhersteller Palmberg steuert auf ein neues Rekordergebnis zu. „Das Jahr läuft sehr zufriedenstellend“, sagt Uwe Blaumann, neben seiner Tochter Nicole Eggert, Torsten und Julianne Utz, einer von vier Geschäftsführern. „Man spürt die sehr, sehr gute Konjunktur deutlich. Das spiegelt sich auch in unseren Auftragseingängen und in unserem Umsatz wider.“

Im ersten Halbjahr hat Palmberg Büromöbel im Wert von 50,13 Millionen Euro verkauft – so viele wie noch nie. „Das ist eine Steigerung von 5,4 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten im Jahr 2016“, sagt Blaumann. Das Mindestziel, die 93 Millionen Euro Umsatz aus 2016 zu wiederholen, bleibt für den Büromöbelhersteller damit realistisch. Möglich ist sogar ein neuer Rekord – auch wenn dem Unternehmen dafür in diesem Jahr fünf Arbeitstage weniger zur Verfügung stehen.

Das gute Ergebnis liege laut Blaumann an Optimierungsmaßnahmen und an der „gesamten Mannschaft, die sich ordentlich ins Zeug gelegt hat.“ Insgesamt arbeiten zurzeit 507 Mitarbeiter bei Palmberg. Jobmotor für eines der größten Unternehmen Nordwestmecklenburgs ist nach wie vor der deutsche Markt. Doch auch „die Beneluxländer haben sich etwas stabilisiert und die Schweiz ist lebhafter geworden ist“, sagt Blaumann.

Die gute Konjunktur hat für den Büromöbelhersteller aber auch Nachteile, gibt der Schönberger Geschäftsmann unumwunden zu. „Durch die große Nachfrage haben wir zurzeit zehn Wochen Lieferzeit. Normal sind für uns fünf bis sechs Wochen.“ Blaumann geht davon aus, dass Kunden in Zukunft sogar noch länger auf Büromöbel von Palmberg warten müssen. In der Branche kein Einzelfall: „Das betrifft fast alle Büromöbelhersteller“, sagt Blaumann. „Um die Lieferzeit zu verkürzen, machen wir seit geraumer Zeit schon überdurchschnittlich viele Überstunden.“

Ein anderer Nachteil: Palmberg findet wegen der guten Konjunktur nicht genügend Fachkräfte. „Es gibt durchaus Probleme“, bestätigt Blaumann. So sucht seine Firma unter anderem Informatiker, Anwendungsentwickler, IT-Systembetreuer sowie Maschinen- und Anlagenbediener. „Und seit fünf Monaten auch einen zu Palmberg passenden Marketingstrategen.“ Um geeignetes Personal zu finden, bietet der Schönberger Büromöbelhersteller längst nicht mehr nur Jobangebote auf der eigenen Homepage und in sozialen Netzwerken an. „Wir sind auch dabei, neue Wege zu erschließen“, sagt Blaumann. „So stehen wir zum Beispiel im direkten Kontakt mit Fachhochschulen.“ Um Studienabsolventen und Fachkräfte für das Unternehmen zu begeistern, will sich Palmberg in Zukunft auch verstärkt auf Jobbörsen präsentieren. Ab dem Ausbildungsjahr 2018 will die Schönberger Firma laut Geschäftsführer Blaumann auch eigene Kraftfahrer in Kombination mit einer Lehre im Bereich des Lagers ausbilden. „Anträge dafür haben wir bei der IHK bereits gestellt.“

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