zur Navigation springen

Wiederstand gegen Asbesttransporte nach Ihlenberg und Rondeshagen : Bürgermeister fordern Asbest-Stopp

vom

Die geplanten Asbesttransporte von Hannover auf die Deponien Ihlenberg nach Selmsdorf und nach Rondeshagen in Schleswig-Holstein stoßen auf immer mehr Widerstand.

svz.de von
erstellt am 07.Nov.2011 | 08:58 Uhr

Selmsdorf | Die geplanten Asbesttransporte von Hannover-Wunstorf auf die Deponien Ihlenberg nach Selmsdorf und nach Rondeshagen in Schleswig-Holstein stoßen auf immer mehr Widerstand. Die Lübecker Grünen fordern Bürgermeister Saxe auf, die Transporte per gerichtlicher Anordnung zu stoppen. Nach Ansicht der Grünen sei zu befürchten, dass während der Transporte giftige Asbestfasern freigesetzt werden. Ihrer Meinung nach dürften die Transporte nur durchgeführt werden, wenn unabhängige Gutachter ein Gesundheitsrisiko für Anwohner in Lübeck und Selmsdorf ausschließen.

Auch für Nordwestmecklenburgs Landrätin Hesse habe die Gesundheit der Anwohner höchste Priorität. Sie sagte: Sollte sich der Transport nicht verhindern lassen, dürfe der Asbestschlamm nur in reißfeste, luftdichte Kunststoffsäcke angeliefert werden. Nicht, wie geplant, offen auf Lkw.

Im Lauenburgischen haben Bürgermeister von elf Gemeinden inzwischen einen Fachanwalt eingeschaltet. Sie wollen die Transporte von Hannover-Wunstorf per einstweiliger Verfügung stoppen.

Noch in diesem Monat an sollen die ersten von rund 7000 Lastwagen mit Asbestschlamm von Hannover-Wunstorf zu den Sondermülldeponien nach Selmsdorf und nach Rondeshagen in Schleswig-Holstein rollen. Zunächst sollen die Ergebnisse eines TÜV-Gutachtens abgewartet werden. Das Gutachten soll nach Angaben des Wirtschaftsministerium in zwei Wochen vorliegen.

Ende vergangener Woche hatten rund 70 Deponiegegner vor der Schweriner Staatskanzlei gegen den Transport demonstriert. Sie forderten den vollständigen Stopp des bundesweit größten Sondermülltransport. Arndt Müller vom BUND sprach von einem "Giftmüllcocktail" für MV.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen