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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. August 2017 | 21:42 Uhr

Rehna : Bündnis beharrt auf Lückenschluss

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das Aktionsbündnis Bahnlückenschluss Rehna-Schönberg fordert weiterhin die direkte Anbindung an die Metropolregion Hamburg

Das Aktionsbündnis Bahnlückenschluss Rehna-Schönberg gibt nicht auf und kämpft weiterhin für den direkten Anschluss an die Metropolregion Hamburg. „Wir haben wieder etwas Auftrieb, da das benachbarte Bundesland Schleswig-Holstein die Bahnangebote verbessern will. Hochinteressant ist dabei, dass dort eine Reihe von Strecken reaktiviert werden soll“, sagt Martin Reininghaus vom Aktionsbündnis. Nach seinen Angaben sollte auch das Flächenland MV diese Kurswende einleiten und Abstand von weiteren Streckenstilllegungen nehmen. Stattdessen sollte die Landesregierung in Schwerin die Vergabe von Steuergeldern auf den Prüfstand stellen und über eine Neuverteilung der Mittel nachdenken. „Beim Thema Regionalflughäfen hat man inzwischen das Gefühl, dass sinnlos Geld verbrannt wird und besser für die Bevölkerung eingesetzt werden könnte“, meint Reininghaus.

Durch den angestrebten Bahnlückenschluss Rehna-Schönberg könnte eine direkte Anbindung an die Metropolregion geschaffen werden. „Dieser Lückenschluss ist enorm wichtig für die Menschen, da die Anbindung der Region Gadebusch-Rehna an die Metropolregion sehr schlecht ist“, so Reininghaus.

Der Wunsch nach einem Lückenschluss zwischen Schönberg und Rehna besteht seit mehr als 100 Jahren. 1907 trat Gadebuschs Bürgermeister Reinhardt im Landtag für den Ausbau der Strecke ein. Das Vorhaben wurde wegen zu hoher Kosten abgewiesen. Auch die Schweriner Kaufleute waren damals gegen den Ausbau der Strecke, später auch die Gutsbesitzer zwischen Rehna und Schönberg, weil sie Land hätten abgeben müssen.

Im Jahr 2002 verkündete Ex-Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD), er wolle den Lückenschluss Rehna- Schönberg in Angriff nehmen. Und auch der damalige Landrat Erhard Bräunig (SPD) hatte den Bau der Bahnstrecke auf der Prioritätenliste. Die Kosten lagen Schätzungen zufolge damals bei rund 18 Millionen Euro.


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erstellt am 27.Apr.2014 | 22:52 Uhr

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