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Fotowettbewerb "Mut gegen Gewalt" : Britta Sellering eröffnete Ausstellung

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Am Sonntag eröffnete Britta Sellering mit ihrem Mann, Erwin Sellering die Ausstellung "Mut gegen Gewalt" im Wismarer Rathaus. Mit einem farbintensiven Bild hat Christina Wolf den Fotowettbewerb für sich entschieden.

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erstellt am 03.Dez.2012 | 06:14 Uhr

Wismar | Mit einem farbintensiven Bild hat Christina Wolf (25) den Fotowettbewerb "Mut gegen Gewalt" für sich entschieden. Das Bild zeigt eine blutverschmierte Hand im Gras liegend als Nahaufnahme. Darüber die Worte: "Handyrettung statt Handyfoto". Ministerpräsident Erwin Sellering war begeistert vom Bild: "Ein starkes Foto!" Christina Wolf erklärt: "Wenn man nicht helfen kann, kann man wenigstens Hilfe holen, anstatt wegzuschauen."

Am Sonntag eröffnete Schirmherrin Britta Sellering mit ihrem Mann, Ministerpräsidenten Erwin Sellering die Ausstellung "Mut gegen Gewalt" in der Gerichtslaube des Wismarer Rathauses. 20 Fotos wurden zum gleichnamigen Wettbewerb eingereicht, die besten Arbeiten bei der Ausstellungseröffnung prämiert.

Gewinnerin Christina Wolf erklärte Familie Sellering auch, dass auf dem Foto nur Kunstblut war. Der Fotokurs in der Medienwerkstatt im Filmbüro hatte sich des Wettbewerbsthemas angenommen. Kursteilnehmer Jonas Trampe (22) hat das Kunstblut angerührt und mitgebracht und seine Hand als Motiv zur Verfügung gestellt. So sind einige Bilder in der Ausstellung entstanden. Unter anderem auch das Siegerbild. Christina Wolf ist seit einem Jahr beim Fotokurs dabei und lernt bei Dozentin Nicole Hollatz den richtigen Umgang mit der Technik. Ihre Schülerinnen waren die eigentlichen Gewinner des Wettbewerbs. Vier von sechs Preisen gingen an Teilnehmer des Fotokurses. Ein großer Erfolg für die Schüler. Eine Arbeit des Kurses hat schon 2011 beim bundesweiten Jugendfotopreis gewonnen. Ebenfalls Gewinnerin und Teilnehmerin im Fotokurs: Michelle Scheewe. Die 16-jährige hatte in düsteren Farben eine Szenerie festgehalten, wie sie immer und überall passieren könnte. Ein Passant liegt am Boden, viele gehen achtlos vorbei. Nur einer bleibt stehen und hält die Hand hin. Sie hat für ihr Bild den dritten Preis bekommen. Kursteilnehmerin Leah Goldbach (16) bekam für ihr ungewöhnliches Bild einer geköpften Puppe den fünften Preis. "Sie haben Bilder geschaffen, die unsere Gedanken durcheinander wirbeln, die man nicht so schnell vergessen kann, die berühren", so Britta Sellering sichtlich bewegt zu den Teilnehmern des Wettbewerbs. Bürgermeister Thomas Beyer: "Danke, dass Sie ein ernstes Thema aus der privaten Nische heraus geholt haben." Wismars Gleichstellungsbeauftragte Petra Steffan hatte zum Wettbewerb im Rahmen der Antigewaltwoche aufgerufen. Sie würde sich wünschen, dass die Motive vielleicht als Plakate vervielfältigt werden könnten.

Der zweite Preis ging in Abwesenheit der Fotografin an Annemarie Pfeiffer, Platz sechs an den abwesenden Michael Winter. Beide können sich ihre Preise bei Petra Stef¬fan im Rathaus abholen. Bis zum 23. Dezember sind die Bilder in der Gerichtslaube des Wismarer Rathauses zu sehen.

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