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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. November 2017 | 04:54 Uhr

Schönfeld : Brandstifter kassiert Haftstrafe

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Nach dem Feuer in Schönfeld muss ein Mann für knapp drei Jahre ins Gefängnis. Kripo hofft nach Bränden in Gadebusch auf Hinweise

von
erstellt am 12.Jul.2017 | 20:30 Uhr

Nach einem verheerenden Wohnhausbrand in Schönfeld ist ein 33-jähriger Mann zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das wurde gestern bekannt. Demnach sah es das Amtsgericht Wismar als erwiesen an, dass der Mann eine schwere Brandstiftung begangen hat. Das Gericht verurteilte ihn deshalb zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten – ohne Bewährung.

Bei dem Feuer-Drama von Schönfeld hatte im Januar dieses Jahres ein Ehepaar sein Zuhause verloren. Noch während der Löscharbeiten konnte die Polizei einen 33-jährigen Mann vorläufig festnehmen. Er soll damals nach Aussage eines Zeugen etwas in den Carport der Eheleute hinein geworfen haben. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem dringenden Tatverdacht und einem Schaden von schätzungsweise 200 000 Euro. Ein Gericht ordnete kurz darauf eine Untersuchungshaft für den Mann an. Nach dem Feuer war eine Welle der Hilfsbereitschaft für die Brandopfer angerollt (SVZ berichtete).

20. Juni:  Nach Ausbruch eines Feuers müssen Gadebuscher Familien über eine Drehleiter gerettet werden.
20. Juni: Nach Ausbruch eines Feuers müssen Gadebuscher Familien über eine Drehleiter gerettet werden. Foto: M. Freitag

Nach wie vor ungeklärt ist, auf wessen Konto ein Wohnhausbrand in Gadebusch geht. Dabei waren im Juni dieses Jahres sieben Menschen verletzt worden. Acht Familien verloren ihr Zuhause in der Rosa-Luxemburg-Straße. Die Polizei ging nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus. Die Wohnungsgesellschaft Radegasttal setzte für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung von 1000 Euro aus. Trotz dieser angekündigten Belohnung habe die Kriminalpolizei bislang leider keine Hinweise erhalten. Das sagte gestern Axel Köppen von der Polizeiinspektion Wismar auf SVZ-Anfrage.

Die Kripo ermittelt auch in einem weiteren Gadebuscher Fall. Denn inzwischen scheint klar zu sein: Das Feuer in einer 30 Jahre alten Halle an der Vietlübber Chaussee wurde gelegt. „Wir gehen von Brandstiftung aus“, so Axel Köppen. In der Halle lagerten hunderte Ballen Stroh und Heu. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 60 000 Euro. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 03886/7220 entgegen

7. Juli: Auch dieses Hallenfeuer soll auf das Konto eines Brandstifters gehen.
7. Juli: Auch dieses Hallenfeuer soll auf das Konto eines Brandstifters gehen. Foto: M. Schmidt
 

Dutzende Feuerwehrleute aus den Amtsbereich Gadebusch, Rehna und Lützow-Lübstorf hatten am Freitag vergangener Woche gegen die Flammen in der Lagerhalle angekämpft. Während des Einsatzes erlitt eine Feuerwehrfrau einen Schwächeanfall und musste von der Besatzung eines Rettungswagens behandelt werden.

 

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