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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. November 2017 | 09:00 Uhr

Roggendorf : Brandschutz ist nun neu geregelt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Beschluss der Gemeindevertreter: Die Freiwillige Feuerwehr Roggendorf übernimmt die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr Kneese

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Nun ist es also amtlich: Die Tage der Freiwilligen Feuerwehr Kneese sind gezählt. Am Dienstagabend beschlossen die Gemeindevertreter von Roggendorf, künftig den Brandschutz in der Nachbargemeinde zu übernehmen. Als Datum ist in dem Beschluss bereits der 1. November genannt. „Im Grunde genommen sind die wesentlichen Fragen ja bereits geklärt“, sagt Andreas Hartmann, 1. stellvertretender Bürgermeister Roggendorf und stellvertretende Amtswehrführer im Amt Gadebusch. Gemeint ist, dass sich die Lage der Feuerwehr in Kneese seit längerer Zeit abgezeichnet hat: Aufgrund der geringen Mitgliederzahl kann dort die Einsatzbereitschaft nicht sicher gewährleistet werden.

Verbunden mit diesem Beschluss ist auch die Regelung, dass die Gemeinde Kneese nun für ihren Brandschutz an die Gemeinde Roggendorf zahlen muss. Von 50 Prozent der bisherigen Ausgaben dafür ist die Rede in dem Beschluss. „Wie viel ist denn das nun genau?“, fragt Gemeindevertreterin Judith Keller. „Das steht noch nicht fest. Die genaue Summe wird noch im Amt ermittelt und richtet sich nach dem, was Kneese sonst so im Durchschnitt dafür ausgegeben hat“, antwortet ihr Bürgermeister Rico Greger. Aber mit 1500 Euro, wie sie die Feuerwehr Gadebusch aus Rögnitz für die Übernahme von deren Brandschutz erhält, werde Kneese nicht auskommen, fügt er hinzu.

Diesbezüglich kann der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Gadebusch, Matthias Jankowski etwas Licht ins Dunkel bringen: „Wir werden uns die jährlichen Ausgaben, die Kneese in seien Haushalt eingestellt hat, ansehen und daraus einen Durchschnitt bilden. Die sich daraus ergebende Summe werden wir dann zur Abstimmung vorschlagen. Was man aber schon jetzt sagen kann, dass es sich so Pi mal Daumen um die 8000 Euro handeln dürfte“, erklärt der Behördenchef.

Ebenfalls geklärt wurde auf der Gemeindevertretersitzung, was mit dem Feuerwehr-Gebäude, dem -Fahrzeug und weiteren -Gerätschaften geschieht: Sie verbleiben laut einstimmigem Beschluss im Besitz der Gemeinde Kneese. „Was genau damit wird, ob, wie und zu welchem Preis die Sachen veräußert werden, wird auf der nächsten Gemeindevertretersitzung von Kneese besprochen“, so Matthias Jankowski.

Dass kurz zuvor die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für Roggendorf beschlossen wurde, hat mit dieser Entscheidung hingegen nichts zu tun. „Das geschieht im Rahmen der aktuellen Brandschutzbedarfsplanung, wonach auch angestrebt wird, neue Fahrzeuge anzuschaffen“, verdeutlicht Greger. Es gehe nun darum, dass über den Beschluss bis 2019 entsprechende Fördergelder generiert werden. „Roggendorf ist eine Schwerpunktfeuerwehr im Amt und braucht daher entsprechendes Equipment“, bekräftigt Jankowski.

Die Freiwillige Feuerwehr Roggendorf wird nun also neben den etwa 1000 Einwohnern der Gemeinde mit den Orten Roggendorf, Breesen, Klein Salitz, Marienthal, Groß Thurow, Klein Thurow und Neu Thurow auch die etwas mehr als 300 Einwohner zählende Nachbargemeinde mit den Orten Kneese, Kneese Dorf, Dutzow und Sandfeld betreuen. Insgeheim hoffen die Kameraden darauf, dass für diese Aufgabe auch einige ehemalige Feuerwehrleute aus Kneese ihre Reihen verstärken.

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