Gadebusch : Brandschäden sind fast beseitigt

In der frisch sanierten Wohnung laden Manfred Nagel und Heike Post von der Wohnungsgesellschaft Radegasttal zum Tag der offenen Tür – die Wohnung hat einige Wechsel durchgemacht.  Fotos: Tore Degenkolbe (3)
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In der frisch sanierten Wohnung laden Manfred Nagel und Heike Post von der Wohnungsgesellschaft Radegasttal zum Tag der offenen Tür – die Wohnung hat einige Wechsel durchgemacht. Fotos: Tore Degenkolbe (3)

Die von einem Feuer betroffenen Wohnungen in der Rosa-Luxemburg-Straße sind bald wieder bezugsbereit

svz.de von
13. Januar 2018, 15:55 Uhr

Noch wird im Hausflur der Rosa-Luxemburg-Straße 30 fleißig geklebt und gemalert, doch schon bald soll damit Schluss sein. Ab dem 1. Februar kehrt wieder neues Leben in die durch ein Flammeninferno im vergangenen Juni verwüstete Hausgemeinschaft ein.

„Dass es reparierbar war, das dachte ich nach dem ersten Betrachten schon, aber entsetzt war ich trotzdem“, sagt Heike Post, Geschäftsführerin der WGR Wohnungsgesellschaft Radegasttal mbH. Auch Manfred Nagel, der Leiter „Hauswarte“ staunte über die Wirkung des Feuers – auch wenn er schon einige Kellerbrände gesehen hatte. „Die Hitze ist enorm gewesen, die Stromverteilerkästen zum Beispiel waren komplett geschmolzen.“

Nun wird am 20. Januar zum Tag der offenen Tür eingeladen. Der hätte eigentlich schon heute stattfinden sollen, Lieferverzögerungen der Haustüren zwingen zur Terminverschiebung. „Wir wollen alle einladen und zeigen, dass wir uns nicht unterkriegen lassen“, erklärte Heike Post im Hinblick auf die Brandstiftung, welche die Wohnungen so stark demolierte. „Die eigentlichen Sanierungsarbeiten dauerten drei Monate. Dann mussten noch Gutachten erstellt werden. Außerdem hängt da viel Kleinkram dran, an den man nicht sofort denkt – und wenn es nur die Türschlösser sind, die einzubauen sind“, so die Geschäftsführerin.

Von den acht beschädigten Wohnungen stand eine ganz besonders im Fokus der Betrachter. Die Wohnung im dritten Geschoss, dort hatten die Mieter die Tür zum Flur aufgelassen. „Das wirkte wie ein Schornstein. Die Wohnung war komplett hin“, erinnert sich Heike Post. Sämtliche Elektrik verschmorte, die Wände waren schwarz – ein scheinbar hoffnungsloser Fall. Einer, für den sich die Wohnungsgesellschaft aber etwas Besonderes einfallen ließ. „Wir haben die vormalige Drei-Raum-Wohnung zu einer Zwei-Raum-Wohnung umgestaltet.“ Es ist die einzige in dem Komplex. Und bereits jetzt haben sich einige Mietinteressenten für die besondere Wohung beworben.

Insgesamt zahlte die WGR für die Sanierungsarbeiten 250 000 Euro, davon 50 000 Eigeninvesitionen und 200 000 Versicherungsgelder.

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