Wismar : Bomben-Fund nahe der Kreisstadt

Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes transportierten die deutsche Brandbombe vom Typ C 250 ab und brachten sie nach Jessenitz. Das Leitwerk der Bombe fehlt.  Fotos: Michael Schmidt
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Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes transportierten die deutsche Brandbombe vom Typ C 250 ab und brachten sie nach Jessenitz. Das Leitwerk der Bombe fehlt. Fotos: Michael Schmidt

Bodendenkmalpfleger machten am Rande eines Wasserlochs eine gefährliche Entdeckung

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11. September 2017, 20:45 Uhr

Etwa 800 Meter von einem Wismarer Wohngebiet entfernt haben zwei Bodendenkmalpfleger eine Fliegerbombe entdeckt. Sie lag am Rande eines Wasserloches und wurde gestern Vormittag von Mitarbeitern des Munitionsbergungsdienstes geborgen. Nach Angaben der Spezialisten handelte es sich um um eine 250 Kilo Brandbombe aus den Zweiten Weltkrieg aus deutscher Produktion. „Diese war ohne Inhalt, die ursprünglichen Chemikalien waren nicht mehr enthalten, so dass von der Bombe keine Gefahr mehr ausging“, sagte Noreen Koch vom Polizeirevier Wismar.

Mit Spezialgurten in der Hand stieg einer der Spezialisten gestern hinab in das Wasserloch. Dort befestigte er ein Gurtende an der Brandbombe. Anschließend verband er zwei weitere Gurte miteinander und befestigte deren Ende an der Anhängerkupplung eines Geländewagens. Mit Hilfe dieses Wagens zogen sie die Bombe langsam die Böschung hinauf. Danach legten die beiden Spezialisten sie auf eine Holzpalette und hievten diese mitsamt der Bombe auf die Ladefläche eines Anhängers.

Während sie dort für den Abtransport verzurrt wurde, stieg ein Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes zurück in das Wasserloch. Dort hatte er zuvor ein verbeultes Wismarer Autokennzeichen entdeckt. Er holte es aus dem Wasserloch, damit es dem Polizeirevier Wismar übergeben werden konnten. Die Beamten dürften nun prüfen, ob das Kennzeichen von einem gestohlenen Fahrzeug stammt oder ob es zur Begehung einer Straftat verwendet wurde.

Wie die Bombe vom Typ C 250 in das Wasserloch geraten ist, ist unklar. Die Spezialisten des Munitionsbergungsdienstes brachten die Altlast nach Jessenitz, wo Munition fachgerecht zerlegt werden kann.

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