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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 03:16 Uhr

Gadebusch : Bolzplatz wird zur Ekelwiese

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gadebuscher beschweren sich über das Verhalten von Hundehaltern in der Heinrich-Heine-Straße

svz.de von
erstellt am 22.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Jahrelang nutzte der heute 13-jährige Ole aus Gadebusch den Bolzplatz in der Gadebuscher Heinrich-Heine-Straße, um mit seinen Freunden dem runden Leder nachzujagen. Doch seit einigen Monaten hat die Lust darauf merklich abgenommen. Grund sind Unmengen an Hundekot und Beuteln mit den Ausscheidungsprodukten der Vierbeiner, die unmittelbar neben einem der beiden Tore in einen alten Drahtbehälter geworfen werden.

Kaum geht die Sonne auf, beobachten Oles Großeltern Gerd und Karl-Heinz D.* (*Name der Redaktion bekannt) jeden Morgen Hundehalter, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihren Hund auf dem Bolzplatz freien Lauf zu lassen. Den meisten sei es dabei egal, wo der Hund sein Geschäft erledige. Man könne sie aber nicht alle über einen Kamm scheren, sagen sie. Einige Tüten den Hundekot ein. Doch was die beiden Anwohner weiterhin stört, ist der spätere Ablageort. Denn der ist nicht die Mülltonne am Neubaublock, sondern der kleine Müllbehälter am Bolzplatz. Und wenn der Kot dann doch mal in den Drahtbehälter gelangt, kommen zunächst die vielen Möwen und schauen sich den Inhalt genau an. Deshalb liegen die Abfälle dann sehr schnell wieder verstreut herum. „Die Jungs haben einfach keine Lust mehr, neben so viel Hundekot Fußball zu spielen. Auch auf dem Platz liegt das herum“, sagt Gerda D.. Verwundert meint ihr Mann: „Ich verstehe nicht, warum die Stadt das nicht sieht. Früher wurden die Behälter geleert, aber das ist Jahre her. Das ist ekelig.“

Ein Problem, dass er nicht so kenne, sagt Bauhofchef Uwe Tews auf Anfrage der SVZ. „Unsere zwei Mitarbeiter für Straßenreinigung leisten gute Arbeit und leeren die öffentlichen Behälter. Wir werden die Angelegenheit natürlich prüfen“, verspricht Tews.

Die Gadebuscher Senioren wollen aber mehr, unter anderem ein Verbotsschild für Hunde und das Entfernen des Behälters. Ihre Meinung: „Die vernünftigeren Hundehalter sind dann gezwungen, die Abfallbeutel in die Mülltonne zu bringen.“ Ebenso müssten die vielen Möwen verschwinden. Die seien durch Anwohner und ihre Fütterungen so zahm, dass sie teilweise auf dem Balkon sitzen und nicht mal wegfliegen, wenn die Tür aufgemacht wird. „Die brüten hier auf den Dächern. Man sollte die Eier absammeln oder sich etwas anderes einfallen lassen“, sagt der Gadebuscher. Er wolle schnell eine Lösung, damit die Kinder dem Fußball nachrennen können, ohne auf Hundekot auszurutschen.

Für Andra Tiedemann-Olk, Ordnungsamt Gadebusch, löst das Aufstellen eines Verbotsschildes nicht die Problematik. Stadt und Amt wissen um die Schwierigkeiten mit dem Hundekot im Allgemeinen und setzen erneuet auf einen Appell an die Tierhalter. Tiedemann-Olk: „Innerhalb der Stadt wollen wir elf Spender für Hundekottüten mit Abfallbehälter installieren. Wir werden an drei Plätzen die Einrichtung erproben.“

Die Möwenproblematik ist ebenso nicht neu. Bereits vor Jahren gab es Anfragen gegenüber dem Landkreis, wo im Ergebnis die Nester nicht vom Dach genommen werden durften.  

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