Retter aus Gadebusch und Rehna beim Feuerwehrmarsch : Bollerwagenfahrt für Ernstfalltest

Die „Men in Blue“: Boltenhagen ging mit jeder Menge Spaß und einem Bollerwagen an den Start.  Fotos: Maik Freitag
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Die „Men in Blue“: Boltenhagen ging mit jeder Menge Spaß und einem Bollerwagen an den Start. Fotos: Maik Freitag

Feuerwehrleute müssen mehr als sieben Kilometer langen Fußmarsch beim 21. Kreisfeuerwehrmarsch in Barnekow absolvieren

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29. August 2016, 04:45 Uhr

Mit einem Bollerwagen und vollen Wasserflaschen machten sich am Sonnabendmorgen die Feuerwehrmänner aus Boltenhagen auf den Marsch. Doch was zunächst wie eine kleine Männertour aussah, wurde schnell zu einer schweißtreibenden und ernsten Angelegenheit. Denn wie 30 weitere Erwachsenenwehren des Landkreises Nordwestmecklenburg absolvierten sie beim 21. Kreisfeuerwehrmarsch nicht nur 7,5 Kilometer zu Fuß, sondern mussten auch an fünf Stationen verschiedene Aufgaben rund um das Thema Feuerwehr lösen.

„Bei diesen Temperaturen haben wir zumindest auf die Jacken verzichtet. Aber die Aufgaben mussten trotzdem gelöst werden“, erklärte Kreiswehrführer Torsten Gromm. Die fast 200 Feuerwehrmänner und elf Jugendwehren nahmen es gelassen. „Der olympische Gedanke zählt, wenn wir nicht ganz vorne landen, ist es nicht ganz so schlimm“, erklärte David Oldenburg von der Rehnaer Feuerwehr, der genau wie Jan Ole Hennings vom Technischen Hilfswerk (THW) aus Gadebusch mit jeweils einer Mannschaft an den Start ging. Aufgrund anderer Ausbildungsschwerpunkte hatte das THW zwar nichts mit den vorderen Platzierungen zu tun, doch das sah zum Beispiel bei der Feuerwehr aus Hohen Viecheln ganz anders aus. Angetrieben von ihrem aktuellen und gleichzeitig 15. Sieg in Folge beim Amtsausscheid des Löschangriffes stand nichts als eine vordere Platzierung auf dem Programm. „Unter die besten Fünf wollen wir schon kommen", sagte Sven Grebin. Doch die Feuerwehrmänner mussten am Ende einsehen, dass ein mehr als sieben Kilometer langer Marsch mehr abverlangt als der Kreisfeuerwehrausscheid. Denn sowohl die Jugendfeuerwehr als auch die Erwachsenen landeten im hinteren Drittel des Teilnehmerfeldes. „Leider ist ein echter Löschangriff was ganz anderes als das hier. Aber Spaß macht es trotzdem riesig“, sagte Sven Grebin.

Mit viel Elan gingen auch die elf Jugendwehren in den Wettkampf und mussten zum Beispiel feuerwehrtechnische Geräte erkennen und von einem Einsatzfahrzeug holen. „Ich musste ein Strahlrohr holen. Aber ich wusste nicht genau, auf welcher Seite es am Auto befestigt ist. Deshalb hat es etwas länger gedauert“, erklärte Paul Brinker von der Feuerwehr Cramonshagen/Dalberg/Wendelstorf. Die Quittung bekamen die Jungs prompt und mussten sich mit einem Platz im Mittelfeld begnügen. „Dieser Kreisfeuerwehrmarsch wird trotzdem immer sehr gut angenommen. Wir steigern damit das Kameradschaftsverhältnis der Wehren untereinander. Bei einem echten Wettkampf ist jeder nur auf sich konzentriert“, erklärte Torsten Gromm.

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