Diskussion in Rehna : Böttcher: „Rehna ist ein Sauloch“

In Rehna gibt es Diskussionen um Äußerungen des Stadtvertreters Alfred Böttcher. Der hatte den ort als Sauloch bezeichnet.
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In Rehna gibt es Diskussionen um Äußerungen des Stadtvertreters Alfred Böttcher. Der hatte den Ort als Sauloch bezeichnet.

Rehnaer Stadtvertreter zettelt Diskussion über den Zustand der Klosterstadt an und kassiert für seine Wortwahl reichlich Kritik

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16. Februar 2018, 05:00 Uhr

Berechtigte Kritik oder billiger Populismus? In Rehna hat der Stadtvertreter Alfred Böttcher eine Diskussion über den Zustand der Klosterstadt ausgelöst. Er bezeichnete die Kleinstadt während einer öffentlichen Ausschusssitzung als Drecks- und Sauloch. Wörtlich hatte der parteilose Kommunalpolitiker zunächst gesagt: „Rehna ist ein richtiges Sauloch geworden.“ Müll werde an manchen Stellen achtlos hingeworfen, Menschen urinierten im Stadtgebiet statt ein WC aufzusuchen.

Einmal in Rage, bezeichnete Böttcher die Klosterstadt auch noch als Drecksloch – und muss dafür nun Kritik einstecken. Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg sagte der SVZ: „Wo soll das der Fall sein, etwa vor seiner Haustür? Ich finde es mehr als beschämend, wenn sich Herr Böttcher als Stadtvertreter derart äußert.“

Auch der stellvertretende Bürgermeister Henry Wanzenberg kann Böttchers Kritik nichts abgewinnen. „Dass eine Stadt wie Rehna so bezeichnet wird, entspricht nicht der Wahrheit, sondern ist reiner Populismus“, sagt Wanzenberg. Selbst wenn an einzelnen Stellen vielleicht mal etwas liegen möge, so sei Rehna noch lange kein Drecksloch.

Auch der Stadtvertreter Martin Reininghaus rümpft nach Böttchers Wortwahl die Nase. „Die Bezeichnung ist dramatisch übertrieben und so nicht haltbar. In einem Städtevergleich würde Rehna wohl kaum als ,Sauloch‘ abschneiden“, verdeutlicht Reininghaus. Dennoch spricht er von Brennpunkten, zu denen der Heinrich-Sternberg-Park gehöre. Immer wieder würden dort Flaschen und Pizzaverpackungen zu sehen sein – nicht nur auf, sondern auch unter der Steganlage und in Teichen. „Nach dem Wegfall der Ein-Euro-Jobs könnte sich die Situation noch verschlimmern“, befürchtet Martin Reininghaus.

Ob und wieviel Unrat in Rehna tatsächlich zu finden ist, wird sich bald zeigen. Denn nach Angaben von Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg wird es am Sonnabend, 24. März den Umwelttag geben. Mit dieser Müllsammelaktion setzt die Kommune seit Jahren ein Signal für einen bewussteren Umgang mit der Natur.

Richtig oder falsch? Mit drastischen Worten äußerte sich der parteilose Stadtvertreter Alfred Böttcher über Rehna. Doch ist die Stadt wirklich  – wie von Böttcher behauptet – ein Drecks- und Sauloch geworden? Ihre Meinung interessiert uns. Schreiben Sie uns an die Gadebusch-Rehnaer Zeitung, Joh.-Stelling-Straße 6 in 19205 Gadebusch oder senden Sie uns eine Mail an gadebusch@svz.de.

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