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Unbekannte randalierten in Groß Molzahn : Böses Erwachen nach Frühjahrsputz

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In dem Ort ist die Osterfreude ein wenig getrübt. Nachdem zahlreiche Einwohner bei Hagelschauer dem Aufruf des Bürgermeisters zum Frühjahrsputz gefolgt waren, gab es für die Groß Molzahner jetzt ein böses Erwachen.

svz.de von
erstellt am 06.Apr.2012 | 07:18 Uhr

Groß Molzahn | In dem kleinen Ort ist die Osterfreude ein wenig getrübt. Nachdem zahlreiche Einwohner bei Hagelschauer dem Aufruf des Bürgermeisters Karl Heinhold Buchholz zum Frühjahrsputz gefolgt waren und am Osterfeuer den Tag ausklingen ließen, gab es für die Groß Molzahner jetzt ein böses Erwachen. Aber der Reihe nach.

Am vergangenen Wochenende machten sich die Teilnehmer mit Spaten, Hacke, Schere und anderen Arbeitsgeräten an die Arbeit rund um den Parkplatz vom Dorfgemeinschaftshaus. Die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr griffen tatkräftig mit an. Säuberten den Hang am Gemeinschaftshaus. Insgesamt kam durch die Sammelaktion entlang den Straßen durch das Dorf nur sechs Kubikmeter Müll zusammen. Ein Zeichen, das viele Grundstücksbesitzer vor ihren Häusern die Flächen sauber halten.

Aber auch die Rosen beetumrandung, die im vergangenen Jahr durch Randalierer zerstört wurde, bekam neue Leisten und einen neuen Farbanstrich. Selbst Lara Tabea (4)lies sich von dem Hagelschauer nicht vertreiben und hackte fleißig Unkraut.

So mundete allen Beteiligten zur Mittagszeit die Bockwurst mit Kartoffelsalat. Kurz nach 18 Uhr entfachte Feuerwehrmann Stefan Strauch das Feuer. Durch den starken Wind gelang das Feuer sehr schnell zu der an höchster Stelle gestellten Dorfhexe, die zuvor von Mitgliedern des Förderkreises liebvoll zusammengebastelt wurde. Am späteren Abend überraschte die Feuerwehr die Gäste mit einem Feuerwerk, der Abschluss eines gelungenen Tages.

Sprachlos und entsetzt waren die Dorfbewohner am Sonntagmorgen, denn der Vandalismus scheint in Groß Molzahn kein Ende zu nehmen. Die am Vortag erneuerten Leisten um das Rosenbeet wurden komplett zerstört. Die privat errichtete Milchbank mit fünf Kannen am ehemaligen Felsenkrug, ein Hingucker, wurde beschädigt. Die Kannen aus der Verankerung gerissen und zum Teil im Teich versenkt. Im Dorf fragt man sich: "Handelt es sich um einen privaten Racheakt gegen engagiert arbeitende Gemeindevertreter und Bürger?"

Bürgermeister Karl Heinhold Buchholz und die stellvertretende Bürgermeisterin Rosi Melchin sind sich einig: "Vandalismus und Gewalt kann keine Form von Auseinandersetzung sein." Ebenso distanziert sich die Feuerwehr von derartigem Vandalismus. Strafanzeige ist gestellt, die Polizei ermittelt.

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