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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. Oktober 2017 | 00:23 Uhr

Offener Garten : Blütenträume in Pogez

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Prachtvolle Päonien und unzählige Rosen prägen den parkähnlichen Garten des Ehepaars Borchert, die Besucher waren begeistert

Ein Vorgeschmack auf den Sommer – Das Ehepaar Borchert öffnete seinen fast hektargroßen parkähnlichen Garten in Pogez für Gäste wie Grit Uetrecht aus Schönberg. „Mein Garten ist wesentlich kleiner, trotzdem nehme ich Anregungen mit.“ Selbst aus Hamburg und Lübeck waren Besucher angereist, nahmen Platz auf Stühlen und Bänken, in Strandkörben und Hängematten, genossen den selbstgebackenen Kuchen.

Charles de Mill, Bobby James oder Leonardo da Vinci waren nicht etwa weitere illustre Gäste im Hause Borchert. Sie stehen vielmehr fest verankert und gut gepflegt im Garten und beginnen gerade zu blühen. In Rosatönen und Burgunderrot. „Ich kenne nicht alle Rosen mit Namen“, gibt Ingelore Borchert zu. Auch, dass sie die genaue Zahl der Rosenstöcke, die dem Rosenhof ihren Namen gaben, nicht kennt. „Es sind zu viele.“ Beetrosen, Strauchrosen, Kletterrosen und Rambler. Alte Rosen, neue Züchtungen, englische Rosen und Wildformen.

Begleitet werden sie von prachtvollen Päonien in allen Farben und Formen, violettem Allium, Frauenmantel und Storchschnabel, Mohn und ungezählten anderen Pflanzen.

Um das große Bauernhaus, das Klaus Borchert vor zwanzig Jahren von seinen Eltern übernahm, sind seither unzählige Beete und lauschige Plätze, Teich und Nutzgarten entstanden, eingebettet in großzügige Rasenflächen. „Zweieinhalb Stunden brauche ich für das Mähen der Fläche.“ Ein wöchentlicher Slalom um Beete, alte Obstbäume, gepflanzt von den Eltern, seltene Laub- und Nadelgehölze, die über einen Forstgenetiker der Uni Kiel ihren Weg in die Pogezer Dorfstraße fanden.

Während Ingelore Borchert pflanzt und jätet, ist Landwirt Klaus Borchert für das Handwerkliche zuständig. Das schmucke Insektenhotel beispielsweise. „Hilfsgärtner und Mann für’s Grobe“, schmunzelt seine Frau. Gestaltung und Auswahl der Pflanzen liegt allein in ihren Händen. „Gelernt habe ich das nicht, aber mein Großvater war Gärtner, vielleicht liegt es in den Genen.“ Mehrere Stunden täglich steht sie oft in den Beeten. „Ein immerwährender Kampf gegen den Giersch, der sonst die Rosen erdrücken würde“, erzählt Ingelore Borchert. Und gegen Ameisen. „Wo die sind, fangen die Pflanzen an zu kümmern.“ Während die vergangenen Jahre geprägt waren von Neugestaltung und viel Arbeit, will sich die Hausherrin künftig das Leben erleichtern. „Ich fahre auch gern mal ein paar Tage weg und meine vier Enkel brauchen mich.“

Wo zuvor eine Scheune stand, entsteht darum gerade eine Magerwiese und die Knospen der pflegeleichten Wildrosenhecke beginnen sich zu öffnen. „Stein für Stein wurde das Fundament herausgebrochen, damit die Pflanzen genug Platz haben“, erzählt Ingelore Borchert. Was wo gepflanzt wird, würde sie aus dem Bauch entscheiden. „Ich setze mich nicht lange vorher hin und entwerfe ein Konzept.“


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