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Kampf gegen Ebola : Blecheimer für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der Rotary Club Grevesmühlen unterstützt auf regionaler und globaler Ebene Projekte für das Gemeinwohl .

svz.de von
erstellt am 28.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Mehr als 5  600 Kilometer liegen zwischen der alten Münzstadt Gadebusch und der liberianischen Hauptstadt Monrovia, eines der Epidemie-Zentren des Ebola-Virus in Westafrika. Und dennoch seien sich die Städte näher als man denken mag, meint Martin Klein, Mitglied im Vorstand des Rotary Clubs Grevesmühlen. „Von Berlin aus braucht man 9,5 Stunden mit dem Flugzeug, um in die Hauptstadt von Liberia zu kommen. Stellen Sie sich vor, es sind gerade einmal acht Stunden mit dem Auto nach München. Überspitzt gesagt, sind wir quasi Nachbarn.“

Als ein weltweit sozial engagiertes Netzwerk mit 1,2 Millionen Mitgliedern liegt dem Club die gemeinnützige Hilfe sehr am Herzen. Der Rotary Club Grevesmühlen hat mit „Münzen für die Opfer von Ebola“ eine Spendenaktion ins Leben gerufen, mit denen den Virus-Opfern und ihren Angehörigen nachhaltig geholfen werden soll. „Dafür haben die rund 50 000 deutschen Mitglieder Metalltöpfe, mit denen wir auf Club-Veranstaltungen Spenden sammeln wollen“, so Martin Klein des Grevesmühlener Clubs. Er erklärt, dass die blechernen Eimer allein mit Ein-Cent Münzen gefüllt 123 Euro fassen würden.

8  000 Menschen sind bislang am Ebola-Virus in Westafrika gestorben. „Doch die wirtschaftlichen Nachteile der betroffenen Staaten Liberia, Sierra Leone, Guinea und Mali werden nochmal so viele Opfer fordern“, sagt Martin Klein. 20 000 bis 30 000 Euro soll die Aktion bis zum 30. Juni einbringen. Damit wolle der Rotary Club nachhaltig in die Region investieren, beispielsweise in eine Wasseraufbereitungsanlage oder zur Unterstützung medizinischer Stationen.

Auch hier in der Region, den Altkreisen Gadebusch und Grevesmühlen, sind die Rotarier engagiert. Mit ihrem Förderpreis loben sie gemeinnützige Projekte von Vereinen und Schulen aus und fördern diese mit insgesamt 2  000 Euro. „Haben wir mehrere tolle Projekte, teilen wir die Summe auch unter den Bewerbern auf“, sagt der Präsident des Rotaryclubs Grevesmühlen, der Gadebuscher Dr. Gerhard Behnsen.

Nach einem Punktesystem würden die Projekte nach Qualität, Quantität und Effektivität bewertet, erklärt Bernd Czieschnek, Förderpreis-Verantwortlicher. Im letzten Jahr wurden vier Projekte aus 25 Bewerbungen gefördert, auf ähnliche Resonanz hoffen die Rotarier auch in diesem Jahr. „Noch bis zum 15. Mai können sich alle Interessierten die Homepage es Rotary Club Grevesmühlen für den Förderpreis bewerben“, so Czieschnek. Dafür müsse ein kurzer Fragenkatalog beantwortet werden, um das Projekt und die finanzielle Gesamtsituation zu beschreiben.

„Wir garantieren Objektivität und dass alle Einsendungen berücksichtigt werden“, versichert der Boltenhagener Förderpreisleitende. Schon im Juni würde dann die Preisvergabe im Hotel am See in Grevesmühlen stattfinden. „Und selbst, wenn es keinen preis gibt, sind wir gespannt auf all die Projekte der Region. In unserem Netzwerk geben wir sonst auch gerne immer Hinweise und Empfehlungen“, motiviert Czieschnek.

 

 

 

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