warnung : Blaualgen auf dem Schaalsee

Blaualgen verfärben das Wasser grün. Sie sind für Menschen und Tiere giftig.
Blaualgen verfärben das Wasser grün. Sie sind für Menschen und Tiere giftig.

Herzogtum Lauenburg rät vom Baden an einigen Stellen ab, Hunde sollten vom Wasser ferngehalten werden

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25. August 2015, 23:37 Uhr

Der Nachbarkreis Herzogtum Lauenburg rät dringend vom Baden im Schaalsee ab. An einigen Badestellen seien größere Mengen Blaualgen festgestellt worden. Betroffen sind die Badestellen Seedorf-Liegewiese, der Campingplatz Groß Zecher und die Dargower Bucht.

Die im Schaalsee festgestellte Igelblaualge (gloeotrichia echinulata) tritt insbesondere im Plankton größerer nährstoffärmerer Seen auf, erklärt das Gesundheitsamt. Das Biosphärenamt Schaalsee-Elbe hat noch keine Meldungen über Blaualgen erhalten. Ebenso die Stadt Zarrentin.

Da die Haut bei Kontakt mit Blaualgen mit Reizungen reagieren kann und durch Verschlucken größerer Wassermengen mit Blaualgen Übelkeit oder Erbrechen auftreten kann, wird vor dem Baden gewarnt. Sollte jemand dennoch in den Schaalsee gesprungen sein, rät das Gesundheitsamt unbedingt einen Arzt aufzusuchen.

Das Herzogtum Lauenburg hat den örtlichen Behörden empfohlen, an den betroffenen Badestellen Hinweistafeln aufzustellen.

Blaualgen können sich bei bestimmten Wetterbedingungen stark vermehren. Sie benötigen für ihr Wachstum Phosphor und Stickstoff, den sie u. a. aus dem Dünger ziehen, der in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Das Auftreten ist meist nicht vorhersehbar oder ändert sich sehr rasch. Die Massenvermehrungen können sich ebenso innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden wieder auflösen.

Im Hochsommer sind auch immer wieder Teile der Ostsee mit dem typisch grünen Teppich der Blaualgen überzogen. Der beste Schutz ist, in dem „blühenden“ Wasser nicht zu baden. Vor allem Hundebesitzer sollten darauf achten, dass ihre Vierbeiner kein Wasser an diesen Stellen trinken. Eine Vergiftung mit Blaualgen kann für die Tiere tödlich enden.

Sobald das Baden wieder gefahrlos möglich ist, wird das Gesundheitsamt darüber unterrichten.

Nähere Auskünfte gibt es direkt beim Fachdienst Gesundheit des Herzogtums Lauenburgs unter der Nummer 04541 888-396 oder direkt vor Ort bei den Badestellenbetreibern.

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