Nordwestmecklenburg : Biogas-Anlage bei Vietlübbe geplant

<strong>650 Kühe </strong>werden auf dem Hof bei Vietlübbe gehalten. Rund 3,5 Millionen Euro waren in die Anlage investiert worden.<foto> Michael Schmidt</foto>
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650 Kühe werden auf dem Hof bei Vietlübbe gehalten. Rund 3,5 Millionen Euro waren in die Anlage investiert worden. Michael Schmidt

Nach dem Bau einer modernen Milchviehanlage plant der Draguner Landwirt Jacob Poortinga eine weiteres Investitionsvorhaben bei Vietlübbe. Eine hofeigene Biogasanlage mit einer Leistung von 190 kW.

svz.de von
11. Januar 2013, 07:11 Uhr

Dragun | Nach dem Bau einer der modernsten Milchviehanlage in Nordwestmecklenburg plant der Draguner Landwirt Jacob Poortinga eine weiteres Investitionsvorhaben bei Vietlübbe. Er will eine hofeigene Biogasanlage mit einer Leistung von 190 kW bauen. Einen entsprechenden Antrag wurde bereits im Oktober beim zuständigen Landkreis gestellt.

Durch die Biogas-Anlage soll künftig die Geruchsbelästigung verringert werden. Derzeit ist es so, dass die anfallende Gülle zwischengelagert und fristgerecht auf den umliegenden Feldern ausgebracht wird. In einer hofeigenen kleinen Biogasanlage am Vietlübber Stall soll die Gülle zukünftig entgast werden, so dass die Gärreste zwar immer noch auf den Feldern ausgebracht werden, aber lange nicht mehr so intensiv riechen.

Jacob Poortinga stellte sein geplantes Projekt während der jüngsten Gemeindevertretersitzung der Öffentlichkeit vor. Jeder Gemeindevertreter und jeder Anwohner hatte dabei auch die Möglichkeit, Landwirt Jacob Poortinga selbst zu befragen. Fachlich wurde er dabei von der Projektplanerin, Diplomingenieurin Andrea Kowalke von der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH in Leezen, unterstützt.

Die Zwischenlagerung der Gärreste und eine eventuelle permanente Geruchsbelästigung durch dieses Zwischenlager bereitete einem Anwohner zum Beispiel Sorge. "Das wird hundertprozentig abgedeckt", versprach der Landwirt. "Da kann man nur noch die Daumen drücken, dass die Biogasanlage schnell gebaut werden kann, denn umso schneller sind wir die Geruchsbelästigung los", ist sich Christian Schacht aus Dragun sicher.

Auf ein zügiges Genehmigungsverfahren hoffen auch die Antragsteller. Die Stellungnahme der Gemeinde dafür fiel positiv aus, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die noch offenen Ausgleichsleistungen aus dem Neubau des Milchviehstalles umgesetzt werden.

Seit Mitte der 1990er-Jahre wirtschaftet Milchviehbauer Jacob Poortinga in Dragun. Vor etwa eineinhalb Jahren baute er einen neuen Stall in Vietlübbe und füttert nun in beiden Ställen täglich cirka 650 Kühe. Das Familienunternehmen hatte rund 3,5 Millionen Euro in die Anlage investiert, die zu den derzeit modernsten in Nordwestmecklenburg zählt.

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