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Verwaltung der Volkshochschule geht : Bildungsstandort Gadebusch auf dem Prüfstand

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Die Kreisvolkshochschule Nordwestmecklenburg wird ab dem kommenden Jahr den Standort Gadebusch als reine Unterrichtsstelle führen. Das geht aus einem vom Kreistag gefassten Beschluss hervor.

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erstellt am 12.Dez.2011 | 09:56 Uhr

Gadebusch | Rückzug: Die Kreisvolkshochschule Nordwestmecklenburg wird ab dem kommenden Jahr den Standort Gadebusch als reine Unterrichtsstelle führen. Das geht aus einem vom Kreistag gefassten Beschluss hervor. Damit scheiterte der von Bürgermeister Ulrich Howest eingebrachte Antrag zum Erhalt einer hauptamtlich geführten Leiterstelle in Gadebusch. Howest forderte statt einer Schwächung der ehemaligen Kreisstadt und späteren Außenstelle jetzt "eine kreative Lösung zur Stärkung des Standortes Gadebusch".

Nichts anderes vollziehe der Kreis mit seiner Entscheidung, betonte Bildungsausschussvorsitzender Klaus Becker. Er bezeichnete die Bereitschaft des Kreises, eine halbe Stelle zur Bildungsberatung vor Ort zu finanzieren, als "guten Kompromiss" des "von Natur aus kreativ arbeitenden Gremiums". Aus Sicht von Becker sprechen allein die Kursangebote sowie Unterrichtseinheiten für eine Konzentrierung der Verwaltungsarbeit an den Standorten Grevesmühlen und Wismar. So bietet die seit der Gebietsreform zum Nordwestkreis gehörende Volkshochschule Wismar 140 Kurse mit 8 000 Unterrichtseinheiten. Am Verwaltungssitz Grevesmühlen sind 135 Kurse mit 3900 Unterrichtseinheiten und in Gadebusch 45 Kurse mit 1050 Unterrichtseinheiten im Angebot.

Becker bezeichnete das Engagement von Howest "als ehrenwert, geographisch zu kämpfen", aber letztlich sei es nur logisch, "die Arbeit dort zu erledigen, wo sie anfällt", so Becker in der Standort-Debatte. Luise Krüger (Linkspartei) monierte gegenüber Becker, "dass bei der Entscheidungsfindung der Punkt Wirtschaftlichkeit allerdings einen zu hohen Stellenwert genieße". Krüger: "In keinem Punkt der Beschlussvorlage wird auf den Kosten-Nutzungsgrad eingegangen bzw. eine Aussage über die Akzeptanz der Angebote an den einzelnen Standorten getroffen". Der Beschluss des Kreistages sei ein "stiller Abgesang" für Gadebusch. Klaus Becker hält gegen und sieht im vereinbarten Kompromiss eine Chance, denn die Arbeit der Bildungseinrichtung bleibt unverändert. Aus Sicht von Landrätin Birgit Hesse zählt die Qualität der Angebote: "Wir behalten vor Ort kleine leistungsfähige Einheiten. Die pädagogische Arbeit wird gewährleistet."

Anmeldungen zu Kursangeboten sind über das Internet oder schriftlich möglich. Über die Standortentwicklung Gadebusch soll ein bis Ende 2013 verfasster Bericht der Schulverwaltung Auskunft geben.

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