Dechow : Bienenvölker vom Feld gestohlen

Johann Ellmann aus Utecht hat sich der Imkerei verschreiben. Jetzt wurden ihm bei Dechow zwei Völker gestohlen.
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Johann Ellmann aus Utecht hat sich der Imkerei verschreiben. Jetzt wurden ihm bei Dechow zwei Völker gestohlen.

Utechter Imker Johann Ellmann verliert Honig und rund 150 000 fleißige Bienen bei Dechow

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30. Juni 2015, 07:30 Uhr

Die Landschaft blüht, doch die Bienen bleiben weg. Mindestens 150 000 Honigbienen sind bei Dechow spurlos verschwunden. Unbekannte haben die fleißigen Tiere gestohlen.

Imker Johannes Ellmann ist geschockt, denn die Sommer- und Blütezeit im Norden ist für ihn mit die schönste Zeit im Jahr. Insbesondere, wenn die Bienen seiner neun Völker zwischen Utecht und Dechow ausschwärmen, die Pollen der Blüten einsammeln. „Bis zum Wochenende war alles in bester Ordnung. Jetzt sind zwei meiner Bienenvölker verschwunden“, erzählt der Imker aus Utecht.

Er blickt in die SVZ und schaut auf ein Foto einer Biene, die von Blüte zu Blüte an einer Phaceliapflanze fliegt. Es ist in der gestrigen Montagausgabe der letzte Hinweis auf eine der Arbeiterinnen seiner zwei Völker, die er am Rande der Blühweide an der Straße zwischen der B208 und Groß Molzahn aufgestellt hatte. Nach bisherigen Erkenntnissen steuerten Unbekannte mit einem Fahrzeug das Terrain an. „Das lässt sich an den Spuren im Gras erkennen. Es wurde heruntergedrückt“, so Ellmann. Als er mit seiner Frau am Sonnabend nach den Bienen schauen will, muss er feststellen, dass die Bienenstöcke leer sind. Geblieben sind einige Arbeiterinnen, die vermutlich beim Öffnen der Boxen ausgeschwärmt sein müssen. „Wenn das Volk fehlt, sind Tiere am Verhungern. Ich habe sie wieder auf den Hof geholt, damit sie versorgt sind“, so Ellmann. Doch ohne Königin und Volk ist ihre Zeit abgelaufen.

Mit den Bienen wurden dem Utechter zirka 40 Kilogramm Blütenhonig gestohlen. „Weitere 40 Kilogramm hatte ich von der anstehenden Lindenblüte in direkter Nachbarschaft erwartet“, erzählt der Imker. Rein auf Honig bezogen entstand ein finanzieller Schaden von rund 800 Euro. Hinzu kommen die verloren gegangenen Völker. Ellmann: „Imker müssen derzeit mehrere Monate auf eine Nachzucht einer Königin warten.“ Bienen seien knapp, da viele der Tiere die Wintermonate nicht überstanden hätten und das Frühjahr sehr kühl, kaum Nektar vorhanden war.

Die Polizeiinspektion Wismar bestätigte auf Nachfrage der SVZ den Vorfall. Nach Angaben des Polizeireviers Gadebusch wurde der Diebstahl am Sonnabend gegen 10.30 Uhr registriert.

Vom Täter fehlt jede Spur. Hinweise an die Polizei in Gadebusch unter Telefon 03886−7220.

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