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Nordwestmecklenburg : Bettensteuer bleibt Hoteliers erspart

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Lübeck hat sie, Schwerin will sie, aber Tourismusunternehmen laufen gegen sie Sturm: die Betten- und Übernachtungssteuer. Im Altkreis Gadebusch jedoch lassen die Kommunen die Finger von dieser Abgabe.

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erstellt am 29.Aug.2013 | 10:39 Uhr

Gadebusch | Lübeck hat sie, Schwerin will sie, aber Tourismusunternehmen laufen gegen sie Sturm: die Betten- und Übernachtungssteuer. Während diese Steuer in der Landehauptstadt nach dem Willen von Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow eingeführt werden soll, lassen Kommunen im Altkreis Gadebusch die Finger von dieser Abgabe. "Der Verwaltunsgaufwand wäre zwar überschaubar. Bislang hat aber nahezu kein Gemeindevertreter das Wort Bettensteuer in den Mund genommen", sagt der Gadebuscher Amtsleiter Andreas Lausen. Das liege auch daran, dass der Tourismus relativ überschaubar sei und es relativ wenige Beherbergungs-Unternehmen gebe. "Besucher haben wir in der Region hingegen genug", so Lausen.

Einer Bettensteuer steht auch der Gadebuscher Klaus Leuchtemann vom Hotel "Christinenhof" kritisch gegenüber. Er fürchtet, dass die Steuergelder nicht in die touristische Infrastruktur fließen. "Ich gehe davon aus, dass Kommunen diese Steuer nur zum Stopfen von Haushaltslöchern nutzen würden", sagt der Hotelier. Wenn die Bettensteuer ausschließlich in die kulturelle und die touristische Infrastruktur fließen würde, könne man über die Erhebung einer solchen Steuer diskutieren. Zu bedenken sei dabei allerdings auch der bürokratische Aufwand. Schließlich gelte die Bettensteuer nur für Touristen und nicht für Dienstreisende.

An die Einführung einer Bettensteuer denken auch Gemeinden im Amtsbereich Rehna derzeit nicht nach. "Das ist in diesem Bereich kein Thema, weil es auch hier relativ wenige Beherbergungsunternehmen gibt", so der Rehnaer Haupt- und Ordnungsamtsleiter Bernd Karnatz.

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