tag des offenen denkmals : Besucher stürmten Denkmäler

Hobbyschmied Christoph Kleinfeldt (l.) aus Grevesmühlen fachsimpelte mit Kunstschmied Fabian Droste in dessen alter Schmiede in Neschow. Fotos: holger glaner
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Hobbyschmied Christoph Kleinfeldt (l.) aus Grevesmühlen fachsimpelte mit Kunstschmied Fabian Droste in dessen alter Schmiede in Neschow. Fotos: holger glaner

Am „Tag des offenen Denkmals“ gab es aber auch wie die Alte Schmiede in Neschow viel Kleines, aber Feines zu entdecken

svz.de von
13. September 2015, 23:30 Uhr

Es hat schon etwas von Dornröschen, wenn Sie versuchen, die alte Schmiede in Neschow zu finden. Doch abseits der Hauptstraße, die sich durch das kleine Örtchen zwischen Carlow und Boitin-Resdorf zieht, versteckt im Wald hinter hohen Bäumen und Sträuchern liegt sie. Mehr als 200 Jahre alt und noch immer in Betrieb. Am „Tag des offenen Denkmals“ empfing Fabian Droste interessierte Besucher in seinen vier Wänden.

Als erster Gast hatte Christoph Kleinfeldt gestern die um das Jahr 1800 in Betrieb genommene Schmiede gesucht und gefunden. „Ich bin selbst Hobbyschmied und deshalb ganz gezielt hierher gekommen, um mir das mal anzuschauen“, sagte der Grevesmühlener, der sich sofort in eine Fachsimpelei mit Kunstschmied und Hausherr Fabian Droste vertiefte. Die Eltern des 27-Jährigen sichteteten in der Zwischenzeit schon mal interessiert die Kunstwerke von Fabian Droste.

Jahrzehntelang stand die Schmiede in dem kleinen mecklenburgischen Dorf leer, wurde vergessen und war schon dem allmählichen Verfall preisgegeben. Bis der heutige Inhaber das Kleinod entdeckte, kaufte und Haus samt Werkstatt in jahrelanger Kleinarbeit umsichtig den heutigen Erfordernissen anpasste und die Schmiede zu neuem Leben erweckte. Heute lebt der 33-Jährige hier mit seiner Frau Friederika, vier Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren und dem putzigen siebenjährigen altdeutschen Schäferhund Louis, der alle Besucher neugierig beschnuppert. Nun entstehen hier wieder individuelle Metallarbeiten vom Geländer bis zum modernen Kunsthandwerk.

Doch auch in vielen anderen Ecken des Nordwestkreises öffneten Denkmäler ihre Tore. So konnten Besucher unter anderem in Klein Thurow den Blick in eine alte Lohnarbeiterkate werfen, während Interessierte in Wismar bereits am frühen Morgen den alten Loewe Speicher belagerten, um einen Blick ins Innere zu werfen.

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