zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. August 2017 | 01:44 Uhr

Veelböken : Berufliche Zukunft in Altenpflege

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Bereitschaft zur Arbeit an Wochenenden, Feiertagen und im Drei-Schicht-Betrieb sollte bei Interessenten aber vorhanden sein

Drei Auszubildende gleichzeitig zum Beruf des Altenpflegers wäre traumhaft. Doch das ist leider nur die Wunschvorstellung von Ilka und Dieter Gottschalk. Gerade einmal ein künftiger Altenpfleger im 3. Lehrjahr ist im Pflegeheim Gottschalk in Veelböken derzeit unter Vertrag. Für die zeit danach sieht es im Moment noch mau aus.

Dass die Gottschalks damit nicht allein dastehen, dürfte den Inhabern des Pflegeheims kaum weiterhelfen. „Aktuell haben wir bei sechs unterschiedlichen Arbeitgebern 47 Ausbildungsplätze im Pflegebereich zu vergeben“, sagt Edgar Macke. Der Verbundgeschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Wismar sehe daher bei einer Ausbildung im Pflegebereich für Jugendliche ein großes Potenzial an Möglichkeiten und spricht in diesem Zusammenhang gerade beim Altenpfleger von einem Beruf mit Zukunft und diversen Karrieremöglichkeiten vom Pflegedienstleiter bis zum Einrichtungsleiter.

Ein Beispiel dafür ist Nico Piper. Der gelernte Altenpfleger hat es mit seinen gerade einmal 33 Jahren bereits zum Pflegedienstleiter im Pflegeheim Gottschalk geschafft. Eine Arbeit, die ihm sichtlich Spaß macht. Auf die Frage danach, was das Schwierigste an diesem ja doch mit Vorurteilen behafteten Beruf sei, findet Nico Piper keine Antwort. „Schwierig ist es doch nur, wenn man diesen Beruf nicht wirklich mag. Wenn man mit dem Herz dabei ist, bekommt man von unseren Bewohnern ganz viel zurück“, so der junge Pflegedienstleiter. Das sieht sein Chef ganz genauso. „Altenpfleger wird man nicht, weil man sonst keine andere Lehrstelle gefunden hat. Das geht schief. Als Altenpfleger macht man seine Berufung zum Beruf“, sagt Dieter Gottschalk.

Komischer Geruch, Bettpfannen und Tristesse? Vorurteile. „Dieser Beruf ist alles andere als eintönig, man erlebt jeden Tag etwas Neues“, sagt Nico Piper. Essen reichen, Kommunikation, Medikamentengabe. Das berühmt zitierte Bild von Pflegern, die überwiegend damit zu tun haben, alten und kranken Menschen den Hintern abzuwischen, stimme längst nicht mehr. Wichtig sei allerdings die Bereitschaft zur Arbeit an Wochenenden, Feiertagen und im Drei-Schicht-Betrieb sowie zur ständigen Weiterbildung. Dann klappt das auch mit dem Traumberuf Altenpfleger.

Jugendliche, die sich eine Ausbildung zum Altenpfleger gut vorstellen könnten, können sich in Veelböken für das im September beginnende Ausbildungsjahr noch bewerben. 

zur Startseite

von
erstellt am 11.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen