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Mühlen Eichsen : Beim Fasching ist nichts peinlich

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mit vier Jahren feierte Anja Mundzeck das erste Mal im selbstgebastelten Kostüm beim Karneval in Mühlen Eichsen mit

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 23:52 Uhr

„Ob Konsum oder KaDeWe, das Beste gibts beim ECC“ . Am Samstag starten die Karnevalisten aus Mühlen Eichsen in die Saison. Anja Mundzeck beantwortet heute unsere zehn Fragen.

Die Faschingsveranstaltungen in Mühlen Eichsen stehen bevor. Worauf freuen Sie sich am meisten?

Ich freue mich auf ein junges, spritziges Programm. Wir haben uns ordentlich verjüngt. Angefangen vom Elferrat über Funkengarde, Männertruppe, Bänkelsänger usw. Geheimtipp von mir: der Männertanz mit coolen Kostümen und tollen Lichteffekten.

Welches Kostüm würden Sie unbedingt einmal tragen wollen und warum?

Über die Jahre konnte ich alle Kostüme tragen, die ich unbedingt mal anziehen wollte, u. a. Teufel, Engel, Pirat, Hippie, Königin, Krankenschwester.

Welches Kostüm würden Sie niemals anziehen?

Was ich gar nicht mag sind dicke Plüschkostüme sowie Perücken und viel Schminke im Gesicht.

Wo haben Sie eigentlich das erste Mal Fasching gefeiert?

Natürlich beim ECC, mit 4 oder 5 Jahren. Damals trug ich ein selbstgebasteltes Clownkostüm.

Wo möchten Sie sich unbedingt einmal unter das närrische Volk mischen?

Am liebsten würde ich einmal beim Kölner Rosenmontagsumzug dabei sein, auf einem extra großen Wagen, wo wir uns als Nordwestmecklenburger präsentieren können. Aber alle meine ECC-Kollegen müssten mitfahren dürfen.
Was war der bislang peinlichste Moment in Ihrer Karnevals-Karriere, über den Sie heute lachen können?

Beim Fasching gibt es keine peinlichen Momente, hier ist alles erlaubt und man neigt eher dazu über Pleiten, Pech und Pannen zu lachen, als zu schmollen. Ein Beispiel: Bei einem Tanzauftritt als Putzfrauen mussten wir uns hinter Paravans schnell Kittel, Kopftuch, Gummistiefel ausziehen und im Moulin-Rouge-Kostüm wieder weiter tanzen. Meine Schwägerin vergaß die Pumps anzuziehen und trat so mit heißem Outfit in Gummistiefeln auf. Unvergesslich.
Welchen Prinzen würden Sie sich gerne einmal an Ihre Seite beim Fasching wünschen?

Ich brauche beim Fasching keinen Extraprinzen, ich hab doch meinen zu Hause.
Welches Thema würden Sie als mögliche Büttenrednerin unbedingt einmal aufs Korn nehmen?

Früher war ja die DDR- Politik das Thema Nummer eins und man konnte so vieles durch die Blume sagen, obwohl Horch und Guck auch im Saal anwesend waren. Heute lohnt sich das nicht mehr, jeder darf sagen, was er will. Ich würde mich vielleicht lustig über das Fernsehprogramm bei RTL und Co. machen, wenn ich da so an Dschungelcamp denke. Da freue ich mich doch heute schon auf Frühling und Sommer, dann kann man draußen das Fernsehprogramm umgehen.
Können Sie sich ein Leben ohne Karneval überhaupt vorstellen?

Ja, durchaus. Ich kann mich auch gut anders beschäftigen. Aber ich würde die Geselligkeit und unser gutes Team vermissen.
Warum sollten sich Karneval-Fans den Fasching des ECC auf keinen Fall entgehen lassen?

Weil die Mitglieder und Akteure jedes Jahr einen Riesenaufwand betreiben, alles zu organisieren. Ein Außenstehender glaubt kaum, welch bürokratischer Aufwand mit einer Saison verbunden ist. Zusätzlich müssen Sponsoren gesucht werden (Danke an alle, die unseren ECC unterstützen). Etliche Abende wird geprobt, Freizeit für die Herstellung von Requisiten „gerne“ geopfert und die Turnhalle vollständig umgekrempelt. Ein Saal wird zu einer Gaststätte hergerichtet, Garderoben gebaut... Wenn ich da noch an die ganzen Kabel denke...

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