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Schildetal : Bei Kallweit stößt das Wahlrecht an seine Grenzen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der Badower erhielt genug Stimmen für zwei Plätze in der Gemeindevertretung

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2014 | 00:00 Uhr

Zwei Sitze für Nando Kallweit – bei der Wahl zur Gemeindevertretung von Schildetal erreichte der Einzelbewerber aus Badow genug Stimmen für zwei Plätze. Doch doppelt abstimmen darf er in Zukunft nicht. „Ein Sitz fällt weg“, sagt Kallweit, „bei einem solchen Ergebnis stößt das Wahlrecht an seine Grenzen.“ Er selbst sei dafür gewesen diesen Sitz einem anderen Bewerber zu geben. Ähnlich funktioniert es in Wählergemeinschaften „Das geht aber nicht. Hier handelt es sich um ein unbesetztes Mandat“, erklärt Waltraut Roßbach, stellvertretende Wahlleiterin des Amtes Lützow-Lübstorf. Dies komme auch in anderen Gemeinden vor. Insgesamt 238 Stimmen, fast ein Viertel aller abgegebenen Stimmen erhielt der Badower. „Ich hab zuerst gedacht, das ist vielleicht ein Fehler“, erzählt Kallweit, „und dann habe ich mich sofort informiert, was mit dem einen Sitz geschieht.“ Der Bildhauer kritisiert hier vor allem das bestehende Wahlrecht. Listen mit Parteien und Fraktionen seien im Kommunalwahlrecht sinnlos, findet er. Derzeit würden nicht immer die Bewerber mit den meisten Stimmen in die Gemeindevertretung kommen, sondern diejenigen die in Parteien oder Fraktionen seien. „Das spiegelt den Wählerwillen nicht wider“, so Kallweit.

Vor der Wahl habe es zwar auch den Vorschlag gegeben, alle Bewerber auf eine Liste zu setzen, so Kallweit. „Aber das hatten wir schon mal vor 30 Jahren“ sagt der 41-Jährige. Er sei dafür, dass alle einzeln antreten. „Den Vorschlag werde ich zur nächsten Wahl auch machen“, so Kallweit „entweder die Leute wählen einen dann oder eben nicht.“

Über sein Ergebnis habe er sich natürlich sehr gefreut, so der 41-Jährige. „Ich hoffe, dass ich den Erwartungen auch gerecht werde.“ Erstmals trat er dabei als Einzelbewerber an. In den beiden Wahlperioden zuvor saß Kallweit als Mitglied einer Wählergemeinschaft in der Gemeindevertretung. Bei dieser Wahl wollten einige der Mitglieder jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht erneut antreten. In einer kleinen Gemeinde findet Kallweit es jedoch wichtig, sich auch weiterhin zu engagieren. Ansonsten werde man vom Kreis und vom Land mitregiert, sagt Kallweit. „So kann man sich zumindest ein bisschen wehren.“

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