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Klocksdorf : Baustart für Umweltprojekt am Röggeliner See

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Am Röggeliner See starten diese Woche die Arbeiten für ein 180 000 Euro teures Umweltprojekt. Dabei wird der alte Aalfang - ein Wehr zur Wasserstands-Regulierung des Sees - durch eine Fischaufstiegsanlage ersetzt.

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erstellt am 06.Aug.2012 | 06:18 Uhr

Klocksdorf | Am Röggeliner See sollen in dieser Woche die Arbeiten für ein 180 000 Euro teures Umweltprojekt beginnen. Dabei wird der alte, baufällige Aalfang - ein Wehr zur Wasserstands-Regulierung des Sees - beseitigt und durch eine Fischaufstiegsanlage ersetzt werden. Weiterhin werden im Rahmen des Projektes einige Gräben im Bereich des Röggeliner Sees entrohrt, um eine ökologische Durchgängigkeit vom Röggeliner See bis zum Stover Mühlenbach zu schaffen. Mittelfristiges Ziel sei eine ökologische Durchgängigkeit bis zur Ostsee zu schaffen, sagt Elke Dornblut vom Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee.

Zur Zeit sind der Aalfang und die Verrohrungen unüberwindbare Hindernisse für Fische und Kleinlebewesen. Das Funktionsprinzip der Fischaufstiegsanlage beruht auf dem Auflösen der bestehenden Wasserspiegeldifferenzen in viele kleine, für Fische passierbare Höhensprünge durch Steinriegel. Die Becken dazwischen bilden Ruhezonen mit geringen Fließgeschwindigkeiten.

Das Geld für die neue Fischaufstiegsanlage fließt zum Großteil aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) und dem Landeshaushalt MV. Der Bau der Anlage wird nach Angaben des Amtes für das Biosphärenreservat Schaalsee bis Ende dieses Jahres dauern. Im nächsten Jahr seien Pflanzarbeiten und Verbesserungen an Badestellen geplant. "In Klocksdorf soll eine Steganlage erhöht werden", verdeutlicht Elke Dornblut. In Dechow soll der Weg zur Badestelle und diese selbst aufgeschüttet werden.

Dem Baubeginn der Fischaufstiegsanlage waren umfangreiche hydrologisch-hydraulische Untersuchungen und Planungen vorausgegangen. Hierbei wurden auch die bestehenden Randbedingungen wie Bebauung und angrenzende landwirtschaftliche Flächen betrachtet. "Negative Auswirkungen auf die Flächen rund um den See sind somit nicht zu erwarten. Die Fischaufstiegsanlage ist so konzipiert, dass durch den geregelten Abfluss die Wasserstandsschwankungen des Sees, die zur Zeit im Jahr etwa einen Meter betragen, verringert werden", teilte das Biosphärenamt mit. So sollen Extremsituationen wie Hochwasser oder das Trockenfallen der Uferregionen, minimiert werden. Eine Erhöhung des Wasservolumens könne außerdem zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen.

Ausgeführt werden die Arbeiten durch die Firma Rösing Bau GmH aus Mecklenburg-Vorpommern. Planerisch betreut wird das Projekt durch das Institut Biota.

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