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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. Oktober 2017 | 10:16 Uhr

Rehna : Baustart für neuen Radweg

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Heute beginnen die Arbeiten am Abschnitt Löwitz-Roduchelstorf. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 395 000 Euro.

Im Nordwestkreis wird das Radwegenetz engmaschiger. Heute starten die Arbeiten am Abschnitt Löwitz-Roduchelstorf. Der neue Radweg führt an der viel befahrenen Bundesstraße 104 entlang, die für Fußgänger und Radfahrer extrem gefährlich ist. Hunderte Lkw sind dort täglich unterwegs.

„Los geht es zunächst mit den Holzungsarbeiten“, sagt Dirk Groth vom Bauamt in Rehna. Bäume und Sträucher, die auf der Trasse liegen, müssen abgeholzt werden. Auch in Roduchelstorf werden Teile des Waldes dem Bau des Radweges weichen müssen. Bis zum Sonnabend, 28. Februar, müssen die Holzungsarbeiten abgeschlossen sein. „Das schaffen wir auch“, sagt Groth.

Bei Löwitz-Ausbau beginnen die Arbeiten. „Mit den Bewirtschaftern und Eigentümern ist alles geklärt, sie sind über den Baubeginn informiert“, so Groth. Das große Ziel eines kompletten Radwegs von Schwerin bis Schönberg rückt damit wieder ein Stück näher.

Rund 395  000 Euro wird der Bau des Radwegs kosten. Bis zum 31. Juli soll er fertig gestellt sein. Durch die halbseitige Straßensperrung mit Ampelregelung können zeitweilige Behinderungen im Verlauf der B 104 auftreten. Für Autofahrer ist besonders die teilweise Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h zu beachten.

Des Weiteren ist der Lückenschluss zwischen Nesow und Gadebusch geplant. Derzeit finden noch Verhandlungen mit Eigentümern statt. Dirk Groth ist jedoch zuversichtlich, dass diese in Kürze abgeschlossen würden. Eine unverbindliche Zusage des Straßenbauamtes sowie des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt lägen bereits vor, so Groth. Verlaufe alles planmäßig, könnten die Arbeiten an diesem Abschnitt 2016 beginnen.

Einen weiteren Radwege-Lückenschluss soll es in diesem Jahr zudem zwischen der Kaeselower Kreuzung und der Stadt Gadebusch gegeben. Schon seit „ewigen Jahren“ hatten die Lützower diese Verbindung gefordert. Bisher scheiterte das Vorhaben an Grundstücksfragen, wie Lützows Bürgermeister Tino Waldraff gegenüber der SVZ erklärt. „Das Straßenbauamt Schwerin hat die Mittel aber inzwischen reserviert und der Grunderwerb ist geklärt. Wenn alles planmäßig vonstatten geht, sollte der Bau noch in diesem Jahr beginnen.“ Der Radweg sei vor allem für die Lützower von Bedeutung, da viele von ihnen in Gadebusch arbeiten und im Sommer mit dem Fahrrad fahren. „Einen sicheren Arbeitsweg in die nächste Stadt wollen wir auf jeden Fall gewährleisten“, erklärt Waldraff. Und aufgrund der Verlängerung in Richtung Rehna könnte der Weg auch touristisch von Bedeutung sein.

Dirk Groth vom Bauamt Rehna sieht die Radwege vor allem als Möglichkeit, die Region touristisch neu zu erkunden. „Das ist auf dem Fahrrad schöner als im Auto“, findet er.

Die Idee sei, dass Radtouristen, wenn sie auf den neu erschlossenen Wegen unterwegs seien, auch auf die Dörfer abseits der Fahrradtrasse neugierig werden. 

   
 

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