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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

14. Dezember 2017 | 05:17 Uhr

ZOB Gadebusch : Baugrundstücke oder Parkplätze

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die Zukunft des ZOB Fritz-Reuter-Straße ist noch unklar

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 00:00 Uhr

Noch halten Busse in der Fritz-Reuter-Straße. Doch nach den Plänen des Amtes soll sich dies bald ändern. Am Bahnhof soll ein neuer Busbahnhof entstehen. Die Zukunft der derzeitigen Haltestelle ist dagegen noch unklar. „Sie wird wohl erstmal stillgelegt. Natürlich in Abstimmung mit den Busbetrieben“, erklärt Rommy Elßner. Anschließend sollen dann die Unterstellhäuschen zurückgebaut werden, so die Sachgebietsleiterin des Bauamtes.

Für die weitere Zukunft liegen unterschiedliche Vorschläge auf dem Tisch. Dazu gehören die Ideen von Pkw-Stellplätzen oder einem Inliner-Platz. Aber auch Baugrundstücke sind denkbar. Entschieden ist aber noch nichts. „Wir wollen auch die Anwohner mit einbinden. Sie können sich mit Ideen an das Bauamt wenden“, so Elßner. Die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt waren den Baugrundstücken am ehesten zugetan. „Man kann ja das Gelände anbieten und beim Kaufpreis entgegenkommen“, schlug Ausschussmitglied Hans-Christoph Struck vor. So könne die Stadt Kosten für den Rückbau des Busbahnhofs sparen. Dagegen hatte Frank Speck eine Idee für eine Übergangslösung. „Man kann es ja für Reisebusse nutzen, so lange nichts passiert. Für diese fehlen im Moment Stellplätze“, so das Ausschussmitglied. Dies unterstützte der Ausschussvorsitzende Rainer Baack: „Der Zustand der Fahrbahn ist ja in Ordnung.“ Eine Bedingung gibt es jedoch für alle Vorschläge: „Die Zufahrt zum Gehöft muss erhalten bleiben“, so Elßner.

Doch dies ist Zukunftsmusik. Zunächst wartet das Bauamt noch auf den Förderbescheid für die neuen Haltestellen am Bahnhof. „Wir hoffen, ihn im Mai zu bekommen“, sagt Elßner. Insgesamt 350 000 Euro kostet der Neubau. Ein Großteil der Summe soll über Fördermittel aufgebracht werden. Es seien jedoch nicht alle Baumaßnahmen förderfähig. „Wahrscheinlich wird die Förderung zirka 280 000 Euro sein“, so Elßner. Für die genaue Summe müsse der Förderbescheid abgewartet werden. Bis Oktober dieses Jahres sollen die Bauarbeiten dann abgeschlossen sein.

Der neue Busbahnhof könnte nach seiner Fertigstellung stärker frequentiert werden als der alte. Im neuen Nahverkehrsplan Westmecklenburg ist eine neue Buslinie von Wismar nach Ratzeburg eingeplant. Diese soll auch Gadebusch als Zwischenstopp haben. „Das ist eine erheblich Verbesserung“, sagt Andreas Lausen. Sieben Mal pro Tag und Richtung soll die neue Linie fahren, so der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Gadebusch. Dabei gibt es auch eine Abfahrtszeit um 20.30 Uhr nach Gadebusch. „In der Verbindung von Gadebusch mit dem Umland gibt es aber keine Verbesserungen im Entwurf“, so Lausen.

Der gesamte Entwurf hänge jedoch an den Finanzen, erläutert Lausen. So soll sich die neue Linie über Fahrgäste finanzieren. Dazu sei aber eine Verdreifachung der Fahrgastzahlen notwendig. Außerdem müssen neue Busse gekauft und neue Fahrer eingestellt werden. Und wenn sich die Linie nicht wie gewünscht entwickelt, kann der Plan nach einem Jahr auf den bisherigen Stand zurückgeschraubt werden. „Der Kreistag muss den Entwurf noch beschließen. Er tritt wohl nicht vor 2016 in Kraft“, so Lausen.

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