Gadebusch : Baufirmen haben noch freie Ausbildungsplätze

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22. August 2019, 09:24 Uhr

In Westmecklenburg haben Schulabgänger weiterhin gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Bauhauptgewerbe. Aktuell gibt es bei Baufirmen noch mehr als 120 freie Plätze – davon 60 im Landkreis Ludwigslust-Parchim, mehr als 40 in Nordwestmecklenburg und knapp 20 in der Landeshauptstadt Schwerin. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) hin. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind in ganz Mecklenburg-Vorpommern noch rund 300 Ausbildungsstellen in der Branche zu vergeben.

„Eine Ausbildung zum Maurer, Zimmerer oder Straßenbauer ist nicht nur gut bezahlt, sondern bietet auch solide Job-Perspektiven. Gebaut wird immer“, sagt Jörg Reppin. Der Bezirksvorsitzende der IG Bau in Mecklenburg geht mit Blick auf fehlenden Wohnraum in den Großstädten und den Mangel an Sozialwohnungen davon aus, dass Facharbeiter auch in den nächsten Jahren händeringend gebraucht werden. „Allein mit Hilfskräften zieht man kein Haus hoch“, so Reppin. Auch bei der Sanierung von Straßen, Schienen und Gebäuden bleibe der Bedarf an Spezialisten hoch.
Die Gewerkschaft rät dazu, sich nach einem Ausbildungsplatz in einem tariftreuen Innungsbetrieb umzusehen. Dort stehen Bau-Azubis im Branchenvergleich in puncto Bezahlung an der Spitze, wie eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt.

„Die Branche bietet zudem große Chancen für Geflüchtete. Vom gemeinsamen Berufsschulweg übers Betonieren bis zur Mittagspause – Integration gelingt vor allem im Job“, sagt Jörg Reppin. Nach Angaben der Sozialkassen der Bauwirtschaft arbeitet bundesweit jeder fünfte Auszubildende aus einem Flüchtlingsherkunftsland im Baugewerbe.

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