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Gadebusch: Sanierung der B 104 : Bauerei stellt Firmen vor Probleme

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Unternehmen wie der XXL-Konkurshandel haben in Gadebusch mit massiven Umsatzeinbußen zu kämpfen

von
erstellt am 06.Sep.2016 | 20:45 Uhr

Autofahrer sind genervt und Unternehmer verärgert: Selten haben Baustellen im Bereich Gadebusch für derart viel Wirbel gesorgt. Firmen müssen inzwischen massive Umsatzeinbußen verkraften, wie zum Beispiel der XXL-Konkurshandel an der B 104 in Gadebusch. „Wir haben Umsatzeinbußen von 50 bis 60 Prozent“, klagt Geschäftsführer Flemming Jakobsen. Denn die Kunden blieben wegen der Baustellen aus, weil sie nicht im Stau stehen wollten.

Dass es zu Beeinträchtigungen kommt, liegt zum einen an der Baustelle Ratzeburger Chaussee und zum anderen an der Sanierung der Gadebuscher Umgehungsstraße (B 104). Inzwischen wurde auch noch Baustelle Nummer drei aufgemacht – zwischen Lützow und der Landeshauptstadt. Für Pendler heißt es also auch dort: Staustufe rot.

Die Häufung der Baustellen mache inzwischen selbst Autofahrer der Region ratlos. „Viele wissen nicht mehr, wie sie momentan am besten und schnellsten ihr Ziel erreichen sollen“, sagt Sönlyn Markwardt. Sie ist die Pächterin der Nordoel-Tankstelle in Lützow und hört nahezu täglich die Kritik von Kraftfahrern. „Die meisten sind wegen der Bauerei schlichtweg genervt. Sie äußern sich vor allem extrem über die Situatin in Gadebusch“, so Sönlyn Markwardt. Da fielen schon mal Worte wie Katastrophe.

Besonders heftig trifft es Pendler mit dem Ziel Lübeck. Wenn sie die Baustellen auf der B104 hinter sich haben, droht ihnen auf der A20 der nächste Stau. Denn dort wird zwischen der Anschlussstelle Lübeck-Süd und dem Autobahnkreuz Lübeck die Fahrbahndecke auf einer Länge von sieben Kilometern erneuert. In Fahrtrichtung Lübeck steht deswegen nur ein Fahrstreifen zur Verfügung, was zu kilometerlangen Staus führt. Ende September ist zumindest dort ein Ende der Bauarbeiten in Sicht.

Die Sanierung der B 104 zwischen Lützow und Schwerin zieht sich hingegen noch bis zum 21. Oktober hin. Freie Fahrt auf der Gadebuscher Umgehungsstraße wird es wohl erst wieder im November geben.

 

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