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Zwischen Gadebusch und Rehna : Bauarbeiten: Bahnfahrer müssen in Busse umsteigen

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Noch bis zum 10. September fährt auf der Strecke zwischen Gadebusch und Rehna Schienenersatzverkehr

svz.de von
erstellt am 03.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Runter von der Schiene, rauf auf den Asphalt: Fahrgäste der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) müssen zwischen Gadebusch und Rehna derzeit von der Bahn in den Bus umsteigen. Grund für den Schienenersatzverkehr sind Bauarbeiten der Deutsche Bahn Netz AG, auf deren Gleisen die ODEG unterwegs ist. Konkret werden so genannte Durchlass-Sanierungsarbeiten durchgeführt.

„Dies dient zur Entwässerung des Bahnkörpers. Zur Wasserableitung aus dem Gleisbett, damit der Bahndamm nicht aufgeweicht wird“, erklärt eine Mitarbeiterin der Pressestelle der Deutschen Bahn in Berlin. Bei den Arbeiten werden in den betroffenen Abschnitten Schienenstränge herausgeschnitten, der Gleiskörper geöffnet, ein Rohr verlegt, der Gleisoberbau wieder verschlossen und danach mit einer Gleisstopfmaschine verdichtet. Diese Maschine soll am kommenden Mittwoch zum Einsatz kommen.

Zur Durchführung der Bauarbeiten ist die Bahn aber bereits jetzt mit schwerem Gerät vor Ort. Ein tonnenschweren Eisenbahndrehkran, gezogen von einer kraftstrotzenden und knapp 103 Tonnen schweren Lokomotive auf sechs Achsen – der V170. 16 Zylinder, 1900 PS stark, bis zu 120 km/h schnell. Gebaut bereits im Jahr 1964 in Schweden.

Beeindruckende Daten, die Eisenbahnfans vermutlich die Tränen in die Augen treibt, Bahnreisende allerdings weniger interessieren dürfte. Denn so lange das „Eisenschwein“ die Strecke blockiert, heißt es umsteigen in die Busse des Schienenersatzverkehrs. Denn noch bis zum 10. September 2016 entfallen die Zugfahrten zwischen Rehna und Gadebusch. „Bitte beachten Sie die früheren bzw. späteren Abfahrts- und Ankunftszeiten aus/in Richtung Rehna aufgrund der längeren Fahrzeit der Busse“, appelliert die ODEG an ihre Fahrgäste. Die Fahrzeiten des Ersatzverkehrs können unter www.odeg.de eingesehen werden. Darüber hinaus weist der Dienstleister darauf hin, dass Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder mit dem Ersatzverkehr nur eingeschränkt befördert werden können. Bei wenig Platz hätten Rollstühle und Kinderwagen Vorrang. Darüber hinaus bestehe in den Bussen auch kein Anspruch auf Mitnahme des Fahrrades.

 

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