Investition : Barrierefreies Wohnen

In der Erich-Weinert-Straße ist ein behindertengerechtes Haus entstanden.
In der Erich-Weinert-Straße ist ein behindertengerechtes Haus entstanden.

Gadebuscher Wohnungsgenossenschaft weiht Haus in der Erich-Weinert-Straße ein

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06. August 2015, 23:39 Uhr

Der Eingangsbereich ist noch nicht ganz fertig, aber der Fahrstuhl funktioniert. In der Erich-Weinert-Straße in Gadebusch ist ein Pilotprojekt entstanden, dass stolperfreies Wohnen bis ins hohe Alter ermöglichen sollen oder für Menschen mit Behinderung geschaffen ist. Extrabreite Türen, keine Schwellen, besagter Fahrstuhl gehören zur Ausstattung. Auf dem Dach sorgt eine Solaranlage für warmes Wasser.

2014 hat die Gadebuscher Genossenschaft das Grundstück von der Stadt erworben und im September begannen die Bauarbeiter. Elf Monate später steht das Haus. Gestern wurde es nun offiziell übergeben. 1,4 Millionen Euro hat die Genossenschaft in ihr Zukunftsprojekt investiert. „Gegenüber werden Blocks zurückgebaut“, sagt Kerstin Flägel. „Deswegen dachten wir, wir müssen etwas tun.“

Entstanden sind zehn Wohnungen, zwei davon behindertengerecht. Es sind Zwei-Raum-Wohnungen zwischen 61 bis 67 Quadratmeter und bereits alle vermietet.

6,30 Euro kostet der Quadratmeter ohne Nebenkosten, sagt Kerstin Flägel, Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft. Die erste Familie ist bereits eingezogen. Im Laufe des August rollen dann nach und nach die Umzugswagen vor der Nummer 48 an. Rund um das Haus fehlen nur noch ein paar Grünarbeiten. Im Herbst wird eine Hecke gepflanzt und in absehbarer Zeit sollen Fahrradständer aufgebaut werden.

Im kommenden Jahr sollen in der Erich-Weinert-Straße weitere acht Wohnungen zurückgebaut werden. In diesem Jahr sind bereits acht Wohnungen weggefallen. Bis 2016 gibt es dafür noch Förderung durch das Programm Stadtumbau Ost. Der Bund hat mehr als zwei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, um den Leerstand zu reduzieren und Altbauten möglichst zu erhalten. Wie es nach 2016 weitergeht, ist noch nicht klar.

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