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Altersgerechtes Wohnen : Barrierearm vom Keller bis ins Dachgeschoss

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Seniorenbeirat wünscht sich mehr altersgerechte Wohnungen. WGR baut Fahrstühle in Wohnblocks ein

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2015 | 23:59 Uhr

Jeder dritte Haushalt in Mecklenburg-Vorpommern ist mittlerweile ein Rentnerhaushalt. Und wer älter wird, der wünscht sich Bequemlichkeit. In den eigenen vier Wänden heißt das, sich sicher von Raum zu Raum bewegen zu können, nicht mehr so viele Treppen steigen zu müssen, um in die Wohnung zu gelangen und im Bedarfsfall genug Platz für Gehhilfen oder Rollstühle zu schaffen. Hinzu kommen Fahrstühle, breitere Eingangs- und Wohnungstüren, Klingelanlagen mit Notruffunktion und barrierearme Strukturen wie zum Beispiel flache Duschen oder schwellenfreie Durchgänge.

„Es gibt hier nicht genug altersgerechte Wohnungen. Da muss noch einiges getan“, sagt Horst Biskupek, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Gadebusch. „Ein Fahrstuhl mit dem man die oberen Wohnungen erreichen kann und ein barrierefreier Aufbau sind sehr wichtig.“ Um das Anliegen älterer Mitbürger zu vertreten, hat der Seniorenbeirat die Wohnungsgenossenschaft Gadebusch und die Wohnungsgesellschaft Radegasttal zu einem Gespräch gebeten, erzählt Biskupek. „Jetzt sind sie soweit, dass sie Blöcke mit Fahrstühlen ausrüsten.“

In der Heinrich-Heine-Straße 1-7 in Gadebusch werden jetzt Fahrstühle gebaut. „Wir stellen uns auf altersgerechtes Wohnen ein“, sagt Heike Post, Geschäftsführerin der WGR Wohnungsgesellschaft Radegasttal mbH. „In diesem Jahr ab Ende September, Anfang Oktober bauen wir Fahrstühle ein.“ Am Dienstag haben die Bauarbeiten begonnen. Zwei Fahrstühle werden hier eingebaut und das mitten ins Haus. Die Idee: Die Mieter sollen die Möglichkeit haben, mit dem Fahrstuhl in jeder Etage zu halten – vom Keller bis ins Obergeschoss. 25 der insgesamt 38 Wohnungen des Blocks werden dann ab Anfang 2016 per Fahrstuhl erreichbar sein.

„Wir bereiten uns damit auf den demografischen Wandel und die Veränderung der Altersstruktur im Land vor. Doch wir müssen an alle denken, das ist mir wichtig“, sagt Heike Post. „Auch die Mutti mit drei Kindern, die einen Einkauf in die Wohnung tragen muss, wird gern den Fahrstuhl benutzen wollen.“

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