Pokrent : Bald senkt sich der Vorhang

Veranstalter und Bürgermeister Stefan Janssen blickt auf eine zufriedenstellende Dorfkino-Saison zurück
Veranstalter und Bürgermeister Stefan Janssen blickt auf eine zufriedenstellende Dorfkino-Saison zurück

Dorfkino-Saison neigt sich dem Ende zu – es gibt noch zwei Filmvorführungen

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18. März 2018, 09:00 Uhr

Noch zweimal fällt der Vorhang – allerdings nur sprichwörtlich – dann ist die Kino-Saison im Bürgerkino Pokrent beendet. Donnerstag, 22. März, und Freitag, 23. März, finden jeweils um 19.30 Uhr die letzten Filmvorführungen des Pokrenter Dorfkinos statt. Insgesamt blickt Veranstalter und Bürgermeister Stefan Janssen auf eine zufriedenstellende Zeit zurück. „Es ist mittlerweile das gut und gern 50. Mal Kinoabend.“

Jedes Jahr in der dunklen Zeit von Oktober bis März werden in Pokrent im Dorfgemeinschaftshaus zweimal pro Woche Filme gezeigt. Mittlerweile kenne man das Publikum und dieses wiederum die Art der Stücke. „Es sind meistens eher unbekanntere Streifen.“ Als Nischenkino für Kenner wolle man sich aber sicherlich nicht bezeichnen. „So weit soll es dann nun auch nicht gehen“, sagt Stefan Janssen.

Der 39-Jährige kennt die Vorlieben seiner Kinobesucher mittlerweile sehr genau. „Komödien gehen immer. Die werden in der Regel gut besucht“, berichtet er. Schon die erste Vorführung ist eine französische Komödie gewesen, erinnert sich der Bürgermeister.

Das Dorfkino Pokrent zeigt seine Streifen bereits seit 2013. „Die Idee dazu hatte ich schon lange, Dorfkinos gibt es auch schon mehrere“, berichtet der Pokrenter. Auch in der DDR habe es Kinovorführungen in Pokrent gegeben. Zuerst habe er versucht, die Vorführungen noch selbst zu organisieren. „Die Inhaber wollten aber horrende Summen für die Filme. Da wäre man mit einer Aufführung bei über 100 Euro gewesen.“

Stattdessen stieß der Stefan Janssen auf den Landesverband Filmkommunikation. Dabei handelt es sich um einen Verein, der einen Abspielring ins Leben gerufen hat. Vorher ausgesuchte Filme werden durch ganz Mecklenburg-Vorpommern verschickt und an verschiedene Kinos verliehen. „Da gab es auch schon ganz abenteuerliche Verleihungen. So hatten wir zum Beispiel einmal einen Film für Mittwoch und Freitag geliehen, am Donnerstag musste er aber woanders gezeigt werden.“ Der Pastor, der die Veranstaltung organisierte, warf den Film dann später noch in den Pokrenter Briefkasten. Und auch Stefan Janssen eilte einmal nach der Vorstellung noch bis nach Klütz. „An der Verteilung hapert es manchmal noch“, so sein Fazit.

Kein Grund aber für ein Ende. „Es ist ein gesellschaftliches Ereignis. Hier versammeln sich zwischen fünf und 44 Leuten.“ Auch aus den umliegenden Nachbarorten – Krembz oder Cramonshagen – kamen bei den letzten Veranstaltungen Besucher zum Kinoabend. Der Durchschnitt liegt bei 25 Besuchern. „Manche sitzen nach einer Vorführung noch hier im Gemeindehaus, andere gehen direkt nach Hause. Jeder so, wie er es mag.“

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