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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 16:59 Uhr

Gadebusch : Bahnübergang bleibt geschlossen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Lastwagen beschädigt Schranken in der Wismarschen Straße / Deutsche Bahn fordert Schadenersatz

svz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 06:32 Uhr

Kuriose Szenen ereigneten sich am Bahnübergang in der Wismarschen Straße in Gadebusch. SVZ-Leser Lothar Schubert traute seinen Augen kaum, und berichtete am heißen Draht: „Ein Triebwagenführer stieg, nachdem er den Bahnübergang passierte, aus seinem Zug aus, um die heruntergelassenen Schranken von Hand zu öffnen.“ In einer langen Schlange standen Autos während dieser Prozedur an und mussten auf das Öffnen der Schranken warten. „Das kann doch nicht sein, dass da Nichts passiert“, sagt Schubert.

Grund für diese Störung ist, laut Gisbert Gahler von der Deutschen Bahn AG, ein Schaden durch einen Autounfall vom 31. Juli dieses Jahres. „Der Schaden war erheblich. Es musste extra Material geordert werden, da Antriebsteile verbogen waren und nicht mehr funktionierten. Dadurch konnten sich die Schranken teilweise nicht automatisch in Bewegung setzten“, so Gahler.

Ein 26-jähriger Lkw-Fahrer einer Recyclingfirma war seinem am Fahrzeug montierten Kran mit der Ampel des Bahnübergangs zusammengestoßen. „Dies geschah wohl, nachdem er einen Abfallcontainer entleert hat. Dabei hat er vergessen, den Kran wieder einzufahren“, berichtet André Falke, Sprecher der Polizeiinspektion Wismar. Anschließend habe der Fahrer den Übergang passiert und sei dabei mit der Ampel kollidiert, wodurch die Schranke getroffen wurde und schließlich auch eine Straßenlaterne verbogen wurde. „Die Beamten vor Ort mussten an dem Nachmittag den Bahnübergang absichern, bis die Techniker der Bahn provisorisch die Anlage wieder herstellten“, so Falke weiter. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 3000 Euro.

Seit gestern Abend sollen Ampel und Schrankenanlage wieder funktionieren, betont Bahn-Sprecher Gisbert Gahler. Doch damit ist der Fall für die Bahn nicht abgeschlossen: „Wir werden Anzeige gegen den Verursacher erstatten und Schadenersatz verlangen.“ Passieren können Autofahrer den Übergang weiterhin nicht wegen der anhaltenden Arbeiten am Entwässerungssystem.

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