Umbauten an der Gleisanlage in Holdorf : Bahnsteig in eine sichere Zukunft?

Am Tage ruhen die Arbeiten rund um das ehemaligem Bahnhofsgebäude in Holdorf.Felix Alex
Am Tage ruhen die Arbeiten rund um das ehemaligem Bahnhofsgebäude in Holdorf.Felix Alex

Nächtlicher Betrieb herrscht rund um den Bahnhof in Holdorf. Nachdem darüber diskutiert wurde, den Bahnverkehr zwischen Schwerin und Rehna stark zu reduzieren, wird nun der Bahnsteig erneuert. Ein gutes Zeichen?

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25. Mai 2012, 09:49 Uhr

Holdorf | Nächtlicher Betrieb herrscht rund um den Bahnhof in Holdorf. Nachdem zeitweise darüber diskutiert wurde, den Bahnverkehr zwischen Schwerin und Rehna stark zu reduzieren, wird nun der Bahnsteig erneuert. Ein gutes Zeichen?

"Die ersten zwei Nächte wurden zuerst die Fundamente ausgehoben. Jetzt sollen die Betonarbeiten noch drei Wochen dauern, bevor die Restarbeiten, wie Beleuchtung und Pflasterarbeiten nochmals drei Wochen benötigen", berichtet Detlef Allendörfer, der zusammen mit seiner Frau Birgit das Bahnhofsgebäude bewohnt. Nach seinen Angaben wird das Gelände komplett umgestaltet. Der Bahnsteig wird verlegt, der jetzige Ein- und Ausstieg verschwindet und ein behindertengerechter Zugang wird entstehen. Wie die Deutsche Bahn außerdem mitteilte, wird ein Wetterschutz und ein Wegeleitsystem installiert. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 350 000 Euro. Mit den nächtlichen Arbeiten, aufgrund des Zugverkehrs, der hier zwischen 20 und 5 Uhr ruht, hat sich Allendörfer arrangiert. "Wir haben für die Zeit unser Schlafzimmer verlegt. Außerdem sind die Arbeiter selbst sehr rücksichtsvoll."

Dass in Zukunft genauso rücksichtsvoll mit den ortsansässigen Fahrgästen umgegangen wird, hofft auch Martin Reininghaus vom Aktionsbündnis Bahn-Lückenschluss Rehna-Schönberg: "Vom Prinzip ist der Ausbau natürlich sehr begrüßenswert, wenn das Land allerdings darüber nachdenken sollte, die Strecke nicht mehr in diesem Sinne zu betreiben, stellt sich allerdings die Frage nach dem Sinn und Unsinn". Vor allem über 2014 hinaus muss der Verkehr innerhalb der Woche sichergestellt werden, so Reiningshaus. "Die Kinder, die jeden Tag von Rehna nach Schwerin in die Schule fahren müssen, sind einfach auf die Ola angewiesen", so der Rehnaer Stadtvertreter.

Und auch das Eisenbahnverkehrsunternehmen scheint so zu denken. Jörg Puchmüller, Pressesprecher der Ostseeland Verkehr GmbH, äußerte sich gegenüber unserer Zeitung optimistisch: "Es gibt keine Zeichen, dass der Verkehr zum Erliegen kommt oder deutlich gekürzt wird. Eventuell sind Kürzungen am Wochenende angedacht, aber das ist Sache des Zweckverbandes sich zu positionieren. Aus unserer Sicht ist das nicht im Gespräch". Worte, die nicht nur Martin Reininghaus gerne hören wird.

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